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Pfarrer darf aus dem Rahmen fallen

Zahlreich waren die Gratulanten am Festgottesdienst zur Amtseinsetzung von Pfarrer Martin Böhringer. An der Feier erwähnte Dekan Renato Tolfo, dass die Kirche nichts Steifes sei und der Pfarrer durchaus aus dem Rahmen fallen dürfe.
Ralph Dietsche

EICHBERG/OBERRIET. Am Gottesdienst zur Amtseinsetzung von Martin Böhringer war die evangelische Kirche in Eichberg fast bis auf den letzten Platz besetzt. Die Kirchbürger der evangelischen Kirchgemeinde Eichberg-Oberriet liessen es sich nicht nehmen, ihren neuen Pfarrer persönlich in ihrem Kreis zu begrüssen.

Nebst ihnen fanden sich zur Feier des Tages zahlreiche Gratulanten ein. Allen voran Dekan Renato Tolfo, der die offizielle Amtseinsetzung vollzog. Er erinnerte daran, dass Martin Böhringer bereits über ein Jahr mit Kirchenvorsteherschaft und Pfarrerin Ute Neef unterwegs ist: «Dabei fand ein Austausch von gegenseitigen Erwartungen und Wünschen statt und man hat sich schrittweise besser kennengelernt.» Für die weitere Arbeit wünscht sich Dekan Renato Tolfo, dass Martin Böhringer auch an seiner neuen Wirkungsstätte Gottes Segen spürt und er von den Menschen getragen wird.

Als Geschenk überreichte ihm Tolfo symbolisch einen Rahmen. «All die Aufgaben, die auf einen Pfarrer warten, lassen sich nicht in einen Rahmen pressen. Ein Pfarrer darf aber auch mal etwas Neues wagen und aus dem Rahmen fallen», sagte Renato Tolfo.

Das Geschenk für den neuen Pfarrer der Kirchgemeinde Eichberg-Oberriet umfasste nebst einer Pflanze, die Pflege braucht wie die eigene Seele, zwei Weizenbiere, die an die Herkunft von Martin Böhringer erinnern und am besten schmecken, wenn sie in guter Gesellschaft getrunken werden. Zudem enthielt der Rahmen energiespendende Pralinen und einen Stein, der zu fairen Diskussionen führen soll.

Dies ganz nach dem Motto: Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein. Kirchratspräsident Hansueli Geisser überreichte Martin Böhringer als offiziellen Willkommensgruss einen Rosenstock mit Knospen: «So viele Knospen, wie dieser Rosenstock trägt, sollst du Ideen in unsere Gemeinschaft einbringen. Für deine Bereitschaft, bei der Weiterentwicklung der Kirchgemeinde mitzuarbeiten, danken wir dir herzlich.»

Ein ausgefallenes Geschenk, das zu Schmunzlern führte, überlegte sich Pfarrkollegin Ute Neef. Sie überreichte ihrem Kollegen ein paar flippige Turnschuhe, damit er den weiten Raum erkunden und den Boden spüren kann. Zudem wünscht sich Ute Neef, dass sich Martin Böhringer getragen fühlt: «Der Glaube ist die Erfahrung, getragen zu werden.»

Die Sonntagsschüler überraschten Martin Böhringer mit einem Aprikosenbaum, an dem sie ihre Wünsche festhielten. Unter anderem wünschen sie sich, dass der Baum genügend Früchte tragen wird. Eine besondere Freude bereiteten Martin Böhringer die ehemaligen Konfirmanden mit eingelaserten Sprüchen auf Steinen. Diese sollen ihn noch lange an die Amtseinsetzung erinnern. Dies nicht zuletzt, weil Steinbalance ein grosses Hobby von Martin Böhringer ist. Musikalisch begleitet wurde die Feier vom Gemischten Chor Eichberg. Auf Wunsch des neuen Pfarrers stimmte dieser «Heilig, heilig, heilig» an.

Martin Böhringer zeigte sich dankbar für die warmherzige Feier und wünscht sich, dass die Gemeinde und er aus diesem Lied Kraft schöpfen können.

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