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Personelles

Frau oder Mann? Vor lauter Angst vor sprachlichem Sexismus und Eindeutigkeit weichen Behörden gern auf den Begriff Person aus. «Eine Person wurde verletzt», meldet etwa die Polizei.
René Schneider

Frau oder Mann? Vor lauter Angst vor sprachlichem Sexismus und Eindeutigkeit weichen Behörden gern auf den Begriff Person aus. «Eine Person wurde verletzt», meldet etwa die Polizei.

Personell vielfältiger ist die Personalliste im Jahresbericht der Schulgemeinde. Der Titel kündet zwar «Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter» an, aber sobald es zur Sache geht, sind es nur noch Personen: Förderlehrpersonen und Fachlehrpersonen. Wobei diese Personen ausschliesslich Frauen sind. Lehrerinnen und Lehrer? Fehlanzeige. Hinter den Vornamen und Namen der Lehrkräfte (der Lehrpersonen) steht Kindergarten, Mittelstufe oder das Schulhaus. Die angestellten Männer ohne Stufe sind aber nicht etwa Schulleitungspersonen, sondern Schulleiter; und auch der Finanzverwalter ist noch keine Finanzverwaltungsperson.

Angenehme begriffliche Ausnahmen in der Liste sind die Leiterin Schülerhort sowie die Betreuerinnen der Aufgabenhilfe. Die Hauswarte heissen immerhin im Zwischentitel noch so. Darunter sind jedoch Namen von Männern und Frauen aufgelistet, die offenbar alle als Hauswartpersonen arbeiten.

Und ja, fast am Schluss der Liste ereignet sich dann doch noch ein angenehmer sprachlicher Rückfall in graue Vorzeiten: Die Schulsekretärin! Wenigstens sie ist noch nicht zur Sekretariatsperson neutralisiert.

rene.schneider@rheintalmedien.ch

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