Perfekt organisiertes Chaos

In Altstätten fand ein Turnier der U12-Fussballer von den Future Champs Ostschweiz (FCO) statt.

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Beim Ausbildungsturnier in Altstätten trugen viele Nachwuchskicker andere Trikots als gewohnt. (Bild: Alexandra Eugster)

Beim Ausbildungsturnier in Altstätten trugen viele Nachwuchskicker andere Trikots als gewohnt. (Bild: Alexandra Eugster)

FUSSBALL. Auf dem Sportplatz Grüntal kickten am Samstag die Teams Rheintal, Graubünden und Glarnerland sowie die Fussballclubs Wil, St. Gallen und St. Gallen Süd.

FE 12 bedeutet U12

Das Ausbildungsturnier wurde in Form eines sogenannten «Chaosturniers» abgehalten. Allerdings war das Chaos nicht Programm, denn das Turnier wurde von den beiden Marco, Hämmerli und Kuratli, perfekt organisiert. Hämmerli ist FCO-Verantwortlicher für die FE 12, Kuratli Trainer der FC St. Gallen FE 12. «FE» steht für das Projekt Footeco des Schweizer Fussballverbandes – und bedeutet das, was den meisten als «U» eher geläufig sein dürfte: FE 12-Fussballer sind Spieler unter zwölf Jahren.

Für das Turnier wurden die Spieler der Stützpunkte zufällig den einzelnen Teams zugeteilt – so wird Chaos interpretiert. Das Team Rheintal bestand etwa aus je drei Spielern von St. Gallen und Wil sowie deren zwei des Teams Graubünden.

Vor dem Turnier erklärte Hämmerli den Trainern, dass Richtungswechsel und 1:1-Situationen die Beobachtungs-Schwerpunkte seien. Weiter wurden einzelne Spieler nach «Tips» (Technik, Intelligenz, Persönlichkeit und Schnelligkeit) bewertet. Während den Spielen coachten die Trainer ihre Spieler nicht, um sich aufs Beobachten zu konzentrieren.

Auf dieser Ausbildungsstufe steht das Lernen der Grundlagen im Vordergrund. Gleichzeitig sollen Spielfreude, Kreativität und Ehrgeiz gefördert werden. Die Nachwuchskicker können bereits eine beachtliche technische Qualität präsentieren. Mit viel Begeisterung bestritten sie die Spiele mit zum Teil neuen Teamkollegen – genau das macht den Reiz dieser Turnierform aus.

Training auch für die Trainer

Nach dem Turnier analysierten die Trainer unter der Leitung von Marco Hämmerli ihre Beobachtungen. Durch die Diskussion gewinnen die Trainer möglicherweise neue Erkenntnisse über die Spieler, da ein Trainerkollege einen anderen Blickwinkel einnehmen kann. Mit dem «Chaosturnier» werden nicht nur die Nachwuchskicker gefördert, auch die Trainer lernen dazu. (pd)

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