Perchta-Wiiber bringen Glück

ALTSTÄTTEN. Gegen hundert Rheintaler Frauen feierten im Torkel der Burg Neu-Altstätten mit den Perchta-Wiibern eine Rauhnacht. Unter anderem mit warmem Holundersirup.

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Die Perchtawiiber stossen auf ein gutes neues Jahr an. (Bild: pd)

Die Perchtawiiber stossen auf ein gutes neues Jahr an. (Bild: pd)

Die Perchtawiiber horten das Gute und jagen das Böse. Viele Frauen folgten der Einladung der Rhintaler Perchtawiiber, um am 2. Januar eine Rauhnacht zu feiern. Im Torkel der Burg Neu-Altstätten in Lüchingen bot sich das ideale Ambiente, diesen vergessenen Brauch wiederaufleben zu lassen.

Keine Fasnachtsgruppe

Die rund achtzig Frauen wurden mit einem warmen Holundersirup empfangen. Im Schein flackernder Kerzen fühlte man sich wohl und kam sofort miteinander ins Gespräch. Die Präsidentin der Perchtawiiber, Monika Segmüller, hiess die vielen Gäste herzlich willkommen und stellte kurz die Brauchtumsgruppe Rhintaler Perchtawiiber vor, die irrtümlich vielfach mit einer Fasnachtsgruppe verwechselt wird.

Bräuche in den Rauhnächten

Als Höhepunkt des Abends trat Doris Lutz aus Lüchingen vor die Besucherinnen und erzählte von den Bräuchen und der Bedeutung der Rauhnächte. Mit ihrem grossen umfassenden Wissen über das Räuchern und die Wunder der Rauhnächte faszinierte sie die Zuhörer. Mucksmäuschenstill verfolgten alle ihre Ausführungen.

Rauhnacht gespürt

Der «Zauber der Rauhnächte» war in diesem Moment für viele spürbar. Mit einem Feuerritual, in dem man ein kleines Stück Holz verbrannte, das alle schlechten Gedanken in sich trug, wurde das vergangene Jahr hinter sich gelassen und das neue Jahr begrüsst.

Der abschliessende Händedruck eines Perchtawiibs durfte dabei natürlich nicht fehlen – denn jeder weiss, dieser soll Glück bringen.

Am späteren Abend verabschiedeten sich die Perchtawiiber von den durchwegs begeisterten Frauen und wünschten allen ein gutes neues Jahr. www. perchtawiiber.ch. (pd)