Per Express an die Spitze

Die 3. Liga, Gruppe 2, hat wieder einen Rheintaler Tabellenführer. Au-Berneck siegt im Spitzenkampf mit 2:1 (1:1) in Wittenbach und kehrt an die Spitze zurück. Wittenbach – Au-Berneck 1:2 (1:1).

Valentin Kahn
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Elegante Ballannahme des neuen Auer Stürmers Alessandro Callaci. (Bild: Yves Solenthaler)

Elegante Ballannahme des neuen Auer Stürmers Alessandro Callaci. (Bild: Yves Solenthaler)

Mit diesem Geschenk war nun wirklich nicht zu rechnen. Wintermeister Schaan leistete sich im Heimspiel gegen den FC Staad (0:1) jenen Fauxpas, der den Auern den Weg an die Spitze ermöglichte. Au-Berneck kam seinerseits durch eine geschlossene Teamleistung und eine konstante Leistungssteigerung nach holpriger Anfangsphase noch zum Auswärtssieg.

Sönmez agil

Alle drei Tore in Wittenbach fielen nach Standardsituationen. Die Gastgeber legten nach 19 Minuten mit dem 1:0 vor. Alijis Freistoss «titschte» auf dem nassen Kunstrasen auf und beschleunigte so unhaltbar für Staudacher in die lange Torecke. Zu jenem Zeitpunkt suchte Au noch nach dem Tritt. Wittenbach hatte bis dahin kompakt gestanden und den Auern das Leben schwer gemacht.

Es war schon fast eine halbe Stunde gespielt, als Memolis Team das Gaspedal fand. Nach einem Corner von Aliu, köpfte ein Wittenbacher Richtung eigenes Tor. Dort stand Sönmez und verlängerte den Ball mit der Scheitelspitze ins lange Eck zum 1:1. Nun kippte die Partie und die Gäste näherten sich dem Führungstreffer mit hochkarätigen Chancen durch Gulan und zweimal Sönmez. Mit dem Unentschieden waren die Platzherren zur Pause inzwischen gut bedient.

Turienzo trocken

Kurz nach dem Seitenwechsel landete ein zu kurz geklärter Corner bei Turienzo, der das Spielgerät mit dem Aussenrist ansatzlos in die lange Ecke setzte, so dass nichts mehr zwischen Ball und Pfosten passte. Au-Berneck war mit der Führung im Rücken nun dominant und liess dem Gegner bis zur Schlussphase kaum mehr Torchancen zu. Aliu mit einem Schlenzer (60.), Catalano per Kopf (82.) und Zeilinger, der nach einer eigenen Intervention einen Schritt zu spät kam, um ins leere Tor einzuschieben (80.), besassen die Möglichkeiten, das Spiel vorzeitig zu entscheiden. Am Ende rettete Goalie Staudacher mit zwei starken Paraden den Auern den Dreier. Nach einem Ballverlust durch Innenverteidiger Kica parierte Staudacher den zu unplatzierten Flachschuss von Züllig aus kurzer Distanz. In der Nachspielzeit kam ein Wittenbacher nach Corner völlig frei zum Kopfball, scheiterte aber ebenfalls am gut postierten Schlussmann der Mittelrheintaler. Au-Berneck siegte schliesslich trotz Zitterpartie in der Schlussphase völlig verdient und sicherte sich gleich zu Beginn der Rückrunde einen «Sechspunkte-Dreier» im Kampf um den Aufstieg.

3. LIGA, GRUPPE 2

Grüntal – 100 Zuschauer – SR: Ibrahimi.

Tore: 19. Aliji 1:0, 28. Sönmez 1:1, 51. Turienzo 1:2.

Wittenbach: Tapfer; M. Angehrn, Sabella, T. Angehrn (46. Marku), Baumann; Eberle (46. Schenk), Wüthrich (58. Brülisauer); Kurzbauer, Aliji, Keller; Züllig.

Au-Berneck: Staudacher; Herde, Kica, Gashi, Lamorte; Turienzo (88. Eichmann), Zeilinger; Sönmez (76. Vidalle), Gulan, Aliu; Callaci (39. Catalano).

Gelbe Karten: 24. Gashi, 63. Sabella, 70. Baumann, 75. Sönmez.

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