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Penalty-Experten vom Bodensee

Vor einem Jahr war der damals neue FC Rorschach-Goldach 17 im Final an Fussach gescheitert. Diesmal setzte sich «Ro-Go» im Final gegen Widnau durch, weil alle seine Schützen in der Entscheidung vom Elfmeterpunkt reüssierten.
Yves Solenthaler
Artistik im Final: Luca Di Benedetto vom FC Rorschach-Goldach 17 führt gegen den verdutzten Widnauer Sandro Hutter einen Fallrückzieher vor. (Bild: Bilder: Yves Solenthaler)

Artistik im Final: Luca Di Benedetto vom FC Rorschach-Goldach 17 führt gegen den verdutzten Widnauer Sandro Hutter einen Fallrückzieher vor. (Bild: Bilder: Yves Solenthaler)

15 Spieler waren schon zum Penaltyschiessen angetreten, alle hatten getroffen. Bei zwei Rorschacher Schützen – Claudio Bosshart und Jan Liechti – war Widnaus Keeper Nemanja Babic am Ball, ohne ihn entscheidend ablenken zu können. Auf Widnauer Seite hatte Noah Tönig Glück bei seinem Schuss, alle anderen Elfmeter waren souverän geschossen.

Allen voran der Fünfzehnte von Rorschachs Marco Liechti, der Babic mit einem Penalty à la Panenka (Heber in die Mitte) überlistete.

Pokalturnier-Rekordsieger scheiterte beim Penalty

Dann schnappte sich Widnaus 33-jähriger Co-Trainer Daniel Lüchinger den Ball. Er ist vor wenigen Wochen erstmals Vater geworden. Lüchinger hat mit Widnau das Pokalturnier schon sechsmal gewonnen, er ist der Rekordsieger des Rebsteiner Sommer-Vorbereitungsturniers.Und ausgerechnet er scheiterte mit einem schwach geschossenen Penalty an Rorschachs Goalie Peter Rescher.

«Einer musste ja den Fehlschuss machen», hielt sich Daniel Lüchingers Enttäuschung in Grenzen. Er ärgerte sich ein wenig, dass er im ersten Spiel mit dem Sohn als Zuschauer den entscheidenden Penalty vergab. Aber der kleine Luis dürfte noch wenig davon mitbekommen haben.

In der Vorschlussrunde hatten beide Finalisten, die auch Gruppensieger waren, mit 1:0 gewonnen. Dabei war Widnau von Rebstein etwas stärker gefordert worden als Rorschach-Goldach von Rüthi. Dennoch ging Widnau als Favorit in den Final, schliesslich spielt es eine Liga höher und hat alle fünf bisherigen Spiele des Pokalturniers gewonnen.

Rorschach hatte aber an allen drei Pokalturnier-Tagen mit gepflegtem Fussball überzeugt. Die von Co-Trainer Fabrizio Tomasello geleitete Mannschaft zeigte im Final eine Qualität, die es zuvor nur selten brauchte: Das schnelle Umschaltspiel. Widnau versuchte, das Spiel zu gestalten. Durch einen Freistoss des einmal mehr überragenden Daniel Lässer gingen die Aegeten-Kicker zwar in Führung – aber die Konter des FC Goldach-Rorschach blieben gefährlich. Zwei dieser Gegenstösse innert knapp fünf Zeigerumdrehungen nutzte der frühere Staader Jan Acklin, um die Mannschaft vom Bodensee bis zum Seitenwechsel nach 25 Minuten in Führung zu bringen.

Widnaus neuer Trainer Roman Hafner, der das Pokalturnier bereits 2009 mit Diepoldsau gewonnen hatte, strebte auch mit Widnau den Pokal an. Entsprechend griffen seine Spieler nach der Pause konsequenter an. Aber die Rorschacher Defensive machte es den Rheintalern schwer – und auf der Gegenseite drohte stets ein Konter die Partie zu entscheiden.

Widnaus später Ausgleich brachte letztlich nichts

Der Ausgleich nach knapp 45 Minuten ging wieder von Lässer aus. Halblinks stehend, lancierte er Dominik Nüesch in der Mitte, der im Stil eines Torjägers zum 2:2 einschoss.

Dieser Treffer brachte Widnau allerdings nur ins Penaltyschiessen, aus dem der FC Rorschach-Goldach 17 als Sieger hervorging.

Der FC Rorschach hatte das Pokalturnier zuletzt im Jahr 2005 gewonnen. Für den vor einem Jahr aus der Fusion von Rorschach und Goldach entstandenen neuen Verein ist es der erste Turniersieg in Rebstein. Bei seiner ersten Teilnahme vor einem Jahr hatte der FC Rorschach-Goldach 17 ebenfalls überzeugt, war im Final aber am Vorarlberger SC Fussach gescheitert. Diesmal siegte Rorschach auch im Endspiel. Damit hat am Pokalturnier nun zweimal in Folge ein nicht aus dem Rheintal stammendes Team gewonnen – was für dieses Jahrhundert eine statistische Premiere darstellt.

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