Patrick Spirig ist Schulpräsident

DIEPOLDSAU. Wie im ersten Wahlgang erhielt Patrick Spirig auch im zweiten die meisten Stimmen. Mit 773 wählten ihn die Diepoldsauer zum Schulpräsidenten und Gemeinderat. Sarah Bösch bekam 520, Marcel Weber 351 Stimmen.

Monika von der Linden
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Frisch gewählt und in Feierlaune: Patrick Spirig (Zweiter von rechts) ist neuer Präsident der Schule Diepoldsau-Schmitter und Gemeinderat von Diepoldsau. Mit seiner Partnerin Sabrina Graf (rechts) hat er sich unter die Besucher der Kilbi gemischt. Der Männerchor hatte sein Festzelt zur Wahlfeier bereitgestellt. (Bild: Monika von der Linden)

Frisch gewählt und in Feierlaune: Patrick Spirig (Zweiter von rechts) ist neuer Präsident der Schule Diepoldsau-Schmitter und Gemeinderat von Diepoldsau. Mit seiner Partnerin Sabrina Graf (rechts) hat er sich unter die Besucher der Kilbi gemischt. Der Männerchor hatte sein Festzelt zur Wahlfeier bereitgestellt. (Bild: Monika von der Linden)

Im Dorf war gestern Nachmittag Feierstimmung. Es war schliesslich Kilbi-Sonntag in Diepoldsau. Aber auch Patrick Spirig hatte einen guten Grund zu feiern. Mit 773 Stimmen und einem deutlichen Abstand zu seinen Kontrahenten Sarah Bösch (520) und Marcel Weber (351) ging er als Sieger aus dem zweiten Wahlgang hervor. Er ist neuer Schulpräsident und Gemeinderat.

Interesse ungebrochen

Die Wahlbeteiligung lag mit 45,2 Prozent nur minimal unter der des ersten Wahlgangs. «Das hat mich erstaunt», sagte Patrick Spirig am Rande der Kilbi. Das Interesse sei trotz des acht Monate langen Wahlkampfes nicht verloren gegangen. «Der Gemeinderat ist so wichtig wie der Schulpräsident. Die Bevölkerung beschäftigt viele Themen, die aus dem Gemeinderat herauskommen.» Zum Beispiel die Zentrumsgestaltung, die Zukunft des «Freihofs» und die Lösung der Verkehrsprobleme.

Nach dem ersten Wahlgang hatte Patrick Spirig sich vorgenommen, die Stimmenzahl von 585 zu halten oder leicht zuzulegen. «Bei meinen Kontrahenten sah ich kein Potenzial, dass sie so stark hätten aufholen können.» Sarah Bösch hatte im März 507 und Marcel Weber 408 Stimmen erreicht. «Sarah Bösch hat jetzt fast eine Punktlandung gemacht.»

Spirig zweifelte nie daran, dass seine Kandidatur richtig war, obwohl der Wahlkampf viel Energie von ihm gefordert hatte. «In meiner Tätigkeit als Bauverwalter habe ich viel Einblick bekommen», bei Baumassnahmen der Schule und dem Unterhalt der Anlagen. Dies gelte auch für Themen, die ihn nun als Gemeinderat betreffen.

Im ersten Amtsjahr, bis zu den Erneuerungswahlen im September 2016, werden Patrick Spirig drei schulische Themen besonders beschäftigen: Die Umsetzung des Lehrplans 21, das Projekt «Schule der Zukunft», das altersdurchmischtes Lernen vorsieht, und die Umsetzung der Lohnverordnung für Lehrer, die der Kanton per 1. August in Kraft setzt. «Ich bin froh, dass ich mich in Baubelangen nicht einarbeiten muss.» Wann Patrick Spirig antritt, steht noch nicht fest. Diese Woche wird er mit dem Gemeindepräsidenten und der Ratsschreiberin besprechen, wann die Übergabe und Einarbeitung stattfindet. Seine Kündigung wird er noch im Juni einreichen.

Ständchen vom Männerchor

Mit Patrick Spirig und seiner Partnerin Sabrina Graf wollten viele Kilbi-Besucher feiern. Der Präsident des Männerchors Diepoldsau-Schmitter, Marcus Camenisch, hatte allen drei Kandidaten das Festzelt für eine allfällige Wahlfeier angeboten. «Nun singen wir für alle, speziell aber für den neuen Schulpräsidenten und Gemeinderat Patrick Spirig», sagte er.

Unter den Gratulanten waren auch Sidney und Kimberly Kunz, Nichten von Patrick Spirig. Kimberly Kunz durfte wählen und gab dem Onkel ihre Stimme. «Ich finde es gut, dass er Schulen in fremden Ländern angeschaut hat. Nun kann er vergleichen und schauen, was man hier verbessern könnte. Sidney Kunz durfte noch nicht wählen, feiert aber gerne mit ihrem Onkel.

Vom Ergebnis enttäuscht waren Sarah Bösch und Marcel Weber. Sie gratulierten dem Gewinner per Telefon, Mail oder Facebook und wünschen ihm alles Gute.