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Päpstliche Ritter tagen im Kloster

Rund 40 Mitglieder des päpstlichen Laienordens, dem Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem, und Gäste versammelten sich im Kloster Maria Hilf von Altstätten zum gemeinsamen Gebet und zum Dialog mit den Kapuzinerinnen.
Nach der Messfeier: Felix Büchi, Albert Wicki, Erwin Keller, Schwester Angelika, Christoph Mattle, Josef Benz und Guido Hangartner (von links). (Bild: zVg)

Nach der Messfeier: Felix Büchi, Albert Wicki, Erwin Keller, Schwester Angelika, Christoph Mattle, Josef Benz und Guido Hangartner (von links). (Bild: zVg)

Altstätten. Der Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem ist ein päpstlicher Orden, dem in der Schweiz rund 300 Personen angehören. Für ein regionales Treffen kamen die Damen und Ritter nach Altstätten. Hier galt ihr Besuch dem Kloster Maria Hilf, wo einst die heilige Schwester Maria Bernarda Bütler wirkte.

Segensreiches Wirken

Sie war zuerst Oberin dieses Klosters, bevor sie mit einigen Mitschwestern nach Südamerika zog und dort ein überaus vielfältiges und segensreiches Wirken entfaltete. Sie gründete die Kongregation der Franziskaner-Missionsschwestern von Maria Hilf, die sich über viele neue Klöster in mehreren Ländern ausdehnte. Ihre Heiligsprechung erfolgte im Jahr 2008. «Wir verehren unsere ehemalige Mitschwester und Oberin sehr», sagte die heutige Oberin des Altstätter Klosters, Schwester Angelika Scheiber, den versammelten Mitgliedern des Ritterordens.

Der Gottesdienst in der Klosterkirche wurde vom Prior der Komturei St. Gallen des Ritterordens, Pfarrer Erwin Keller, St. Gallen-Winkeln, geleitet. In Konzelebration feierten mit ihm der Stadtpfarrer von Rapperswil-Jona, Felix Büchi, der gebürtige Altstätter, Pfarrer Guido Hangartner, Winterthur, der Altstätter Pfarrer Albert Wicki sowie der Bernecker Pfarrer und Dekan Josef Benz.

Einblick ins Klosterleben

Nach einem feierlichen Gottesdienst in der Klosterkirche wurden die Gäste, die aus der ganzen Ostschweiz gekommen waren, durch das Kloster geführt. Hier leben 13 Kapuzinerinnen, die meisten im fortgeschrittenen Alter. Dennoch blüht Leben hinter den Klostermauern, denn die Nonnen widmen sich nicht nur dem Gebet, sondern auch den alltäglichen Arbeiten, dem Haushalt, dem Unterhalt und dem Garten. Die Schwestern erläuterten die vielen Kunstschätze, die das Kloster birgt, von der uralten und noch laufenden Kirchenuhr über die von Ferdinand Gehr geschaffenen Kirchenfenster bis zur besonderen gotischen Pietà aus dem 14. Jahrhundert. Schliesslich luden die Schwestern die Gäste zum Mittagessen in ihren Speisesaal, dem Refektorium, ein. Hier entwickelte sich zwischen den Kapuzinerinnen und den Gästen ein lebhafter Dialog über die aktuellen Herausforderungen der Ordensgemeinschaften, der Kirche und der Spiritualität.

Ein ganz spezielles Erlebnis

Der Präsident der Komturei St. Gallen des Ritterordens, Christoph Mattle, Altstätten, bezeichnete es in seiner Rede als ganz spezielles Erlebnis, dass die grosse Gästeschar mit den Schwestern das Mittagsmahl im Refektorium geniessen dürfe. Das Wirken des Ritterordens sei in der heutigen Zeit notwendiger denn je. Denn der päpstliche Laienorden hat zum Ziel, den Christen im Heiligen Land, die zwischen den feindlichen Parteien oft stark bedrängt sind, zu helfen. Der Ritterorden unterstützt Pfarreien, Schulen und soziale Einrichtungen in Palästina. In den Genuss von Spendengeldern, die von den Mitgliedern des Ritterordens entrichtet werden, kommen zudem ein Priesterseminar, das Caritas Baby Hospital in Bethlehem und die Universität von Bethlehem. In den meisten Einrichtungen werden nicht nur Christen, sondern auch Juden und Moslems aufgenommen oder unterrichtet. (pd)

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