ORIENTIERUNGSLAUF: Staffel-Bronze für Mario Ammann

An der Schweizer Meisterschaft im Staffel-OL auf dem Gotthardpass wird Mario Ammann aus Berneck Dritter. Allerdings war sogar der Sieg greifbar nah.

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Wenige Wochen nach seinem Sieg an der Schweizer Sprintmeisterschaft doppelt Mario Ammann mit der Staffel-Bronzemedaille nach. (Bild: pd)

Wenige Wochen nach seinem Sieg an der Schweizer Sprintmeisterschaft doppelt Mario Ammann mit der Staffel-Bronzemedaille nach. (Bild: pd)

Über 400 Dreierteams in 20 Kategorien nahmen am Sonntag auf dem Gotthardpass an der Schweizer Meisterschaft im Staffel-OL teil.

Sehr zur Freude von Veranstalter und Teilnehmern herrschten ideale äussere Bedingungen. Die technischen, vor allem auch die physischen Anforderungen waren im anspruchsvollen Gelände sehr hoch. Nässe, besonders aber eine eingeschränkte Sicht hätten die Aufgabe zusätzlich erschwert. So aber konnten die Läuferinnen und Läufer im Bereich des Wettkampfzentrums beobachtet werden. Vom Ziel aus war auch die Schlussphase gut einsehbar.

Mit Ambitionen in einem gemischten Team gestartet

Nur eine kleine Rheintaler Truppe hatte sich für eine Teilnahme entschieden. Während Monika Ammann zusammen mit zwei Vereinskolleginnen aus St. Gallen in Standardzusammensetzung an den Start gehen konnte, lief Ehemann Mario in einem gemischten Team mit Kollegen aus den Kantonen Aargau und Baselland.

«Wir haben in unserem Verein nur wenige Läufer im gleichen Alter», begründet der Senior seine Entscheidung, in einer fremden Staffel zu laufen. Das Trio sei aber mit der Absicht zustande gekommen, eine vordere Platzierung erreichen zu können. Die Staffel mit Monika Ammann hatte schon verschiedene Male gewonnen und gehörte auch am Gotthardpass zu den Favoritinnen.

Bei den Frauen kam es diesmal aber anders. Monika Ammann nahm als Erste die mittlere der drei Strecken in Angriff. Bei der Postenkontrolle der Startläuferin stellte sich aber heraus, dass diese zwei Posten übersehen hatte. Die Staffel konnte deshalb nicht klassiert werden.

Bei den Senioren mit Mario Ammann entwickelte sich ein überaus spannendes Rennen. Auf der zweiten Strecke konnten sich drei Läufer deutlich absetzen. Mit Abständen von zehn Sekunden und weiteren 16 Sekunden machten sich die Schlussläufer auf ihren Weg. Ammann als Letzter seines Teams konnte schon beim ersten Posten zu den beiden anderen aufschliessen. Obschon auch unterschiedliche Posten anzulaufen waren, blieb das Trio immer in Sichtweite.

Sieg am zweitletzten Posten vergeben

Den viertletzten Posten lief der Bernecker aber direkter an und stempelte den nachfolgenden Zuschauerposten mit einem Vorsprung, den er aufgrund seiner Schnelligkeit hätte ins Ziel retten können. Doch vor den Augen der Zuschauer preschte er kurz vor dem Ziel direkt zum letzten Posten, während seine Verfolger richtigerweise noch einen Posten dazwischen anvisierten. Immerhin bemerkte und korrigierte Ammann seinen Fehler. So blieb am Schluss doch nur der dritte Rang, was angesichts der starken Konkurrenz dennoch eine ausgezeichnete Leistung darstellt. (pd)