ORIENTIERUNGSLAUF: Modernste Technik am Dorf-OL

Am nächsten Mittwoch, 31. Mai, wird am Widnauer Dorf-OL eine topaktuelle Infrastruktur eingesetzt.

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Seit mittlerweile 20 Jahren gibt es beim Orientierungslauf keine Stempelkarten und Lochzangen mehr. Schon so lange hat ein elektronischer Chip diese Utensilien ersetzt. Wer keinen eigenen Chip besitzt, muss einen solchen bei jeder Teilnahme mieten. Beim Rheintaler OL-Cup wird er kostenlos zur Verfügung gestellt. Während Jahren blieb die Technik im Wesentlichen unverändert. Der Chip konnte aber mehr Daten erfassen und diese schneller speichern. Der zweite Aspekt ist aber für die Gelegenheitsläufer nicht von Bedeutung.

Weiterentwicklung Touch-free-System

Orientierungslauf gibt es nicht nur zu Fuss, sondern auch mit Langlauf-Skiern und Bikes. Das Mittragen des Chips und insbesondere der Stempelvorgang sind dort weniger komfortabel. Deshalb wurde das System in den letzten Jahren derart weiterentwickelt, dass ein berührungsloses Stempeln möglich wurde. Der Läufer muss den Chip nicht mehr in das Loch der Kontrolleinheit beim jeweiligen Posten stecken. Es genügt, wenn der Chip mit einem Abstand von höchstens 30 cm bei der Kontrolleinheit vorbeigeführt wird. Der Registrierungsvorgang wird akustisch angezeigt. Es ist Sache des Teilnehmers sicherzustellen, dass der Prozess ordnungsgemäss abläuft. Der Veranstalter musste dazu die bestehenden Kontrolleinheiten einmalig anpassen. Der Läufer selber braucht aber einen neuen Chip, der die Daten auch ohne direkte Berührung der Einheit registrieren kann. Die bisherigen Chips funktionieren aber unverändert, sodass jeder selber entscheiden kann, ob er einen neuen Chip kaufen will oder nicht. Seit Anfang Jahr kommt dieses System in der Schweiz generell zum Einsatz. «Bei Schweizer Meisterschaften und nationalen OL ist es Pflicht», erklärt Erwin Wälter.

Training ist wichtig, deshalb wird System angeboten

Weil auch dieser Stempelvorgang Übung braucht, sei die Anwendung auch beim Rheintaler OL-Cup von Anfang an beschlossene Sache gewesen. Wälter bedauert, dass der Verein dieses System nicht auch den Plauschteilnehmern zur Verfügung stellen kann «Dafür fehlen uns schlicht die finanziellen Mittel.» Wälter relativiert aber, dass auch nur die erfahrenen Läufer vom neuen System profitieren können, sofern für sie beim Posten die Weglaufrichtung schon klar sei. «Es ist aber wichtig, dass auch die Plauschläufer wissen, warum andere viel schneller stempeln können.» Der Widnauer Dorf-OL als nächster Anlass ist am kommenden Mittwoch mit Beginn um 17.30 Uhr. Ausgangspunkt ist das Schulhaus Wyden. Mit der neuen Schulanlage im Schlatt eröffnen sich neue Varianten. www.olgsga.ch . (ma)

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