Orgel, Vibraphon und Schlagzeug

Am 30. November, 20 Uhr, eröffnet die Rheintalische Gesellschaft für Musik und Literatur in der evangelischen Kirche die Kultursaison mit dem Orgel-plus-Konzert.

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Zu erleben sind der Organist Kaspar Wagner sowie Martin Flüge, der sowohl Schlagzeug als auch Vibraphon spielt. Auf dem Programm stehen neben Werken von Bach und Mozart moderne Werke von zeitgenössischen Komponisten, in denen die beiden kongenialen Musiker sowohl solistisch als auch im Duett ihr grosses Können unter Beweis stellen. Martin Flüge studierte klassisches Schlagzeug. Nach dem Lehr- und Orchesterdiplom bildete er sich am Drummers Collective in New York weiter. An der Hochschule für Musik und Theater in München, wo er studierte, besuchte er diverse Meisterkurse.

Erfahrener Kirchenmusiker tritt auf

Kaspar Wagner studierte an der Musikhochschule Winterthur-Zürich Orgel, daneben Violine, Klavier, Dirigieren und Gesang, und schloss im Hauptfach Orgel mit dem Lehr- und Konzertdiplom ab. Er ist Kirchenmusiker und Hauptorganist an der evangelischen Kirche in Herisau. Er pflegt eine vielfältige Konzerttätigkeit mit Gesamtaufführungen der Werke von Bach, Franck, Schumann, Liszt, Guilmant und Hakim. Wagner und Flüge bringen zwei Instrumente zusammen, die nur selten gemeinsam erklingen. Trommeln und Perkussionsinstrumente kommentieren in freien Improvisationen barocke und klassische Orgelwerke von Johann Sebastian Bach (1685 – 1750), nämlich die Fuge BWV 552, und Rondo KV 382 von Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791) oder interpretieren die Originalkomposition «Media Vita» – Totentanz für Orgel und Schlagzeug des Zeitgenossen Enjott Schneider (*1950) aus dem Jahr 2015. Schneiders breites kompositorisches Schaffen umfasst Werke für Orchester, Orgel, Kammermusik sowie Vokal-, Bühnen- und Filmmusik. Auf dem Vibraphon, das im Kirchenschiff solistisch gespielt wird, evoziert Martin Flüge eine klang-zauberhafte Welt vorwiegend moderner Komponisten. Auch Kaspar Wagner wird solistisch zu hören sein, nämlich in Peter Wittrichs (*1959) mehrsätziger Partita von 2010, worin u. a. Rock, Blues und Funk anklingen.

Exotik dank libanesischer Werke

In eine eher exotische Klangwelt entführen Naji Hakims (*1955) Variationen über ein libanesisches Thema «Alaiki'ssalam», die der französische Organist/Pianist und Komponist libanesischer Herkunft 2007 geschaffen hat und die Martin Flüge mit seinen Schlagzeug-Improvisationen bereichert.

Das farbige Programm dieses Orgel-plus-Konzertes bietet dem Publikum die attraktive Gelegenheit, sich durch besinnliche Weisen verzaubern und von groovigen Kontrapunkten entführen zu lassen. Die Abendkasse öffnet um 19.30 Uhr. (pd)