Orgel-plus-Konzert in der Kirche

Am Mittwoch, 16. Januar, 20 Uhr, eröffnet die Rheintalische Gesellschaft für Musik und Literatur (RGML) ihre Konzertsaison in der evangelischen Kirche mit einem Orgel-plus-Konzert.

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RHEINECK. In dem Konzert werden Beatrice Wenger, Violoncello, und Jürg Brunner, Orgel, deutsche Musik aus drei Jahrhunderten interpretieren. In dieser Abendmusik stehen Werke von Bach, Mozart, Beethoven, Schumann, Kirchner und Reger auf dem Programm.

Mit Johann Sebastian Bach (1685–1750), dem Orgel-Komponisten schlechthin, und einem seiner bekanntesten Werke wird das Konzert eröffnet. Die Gambensonate in G, eines von drei Werken für Cello und obligates Tasteninstrument, hat drei gleichwertige Stimmen, wobei zwei durch die Orgel gespielt werden. Im Concerto in G wird Jürg Brunner solistisch in Erscheinung treten. Für Max Reger (1873–1916) war Bach das grosse Vorbild. Seine Orgelmusik, obwohl in einer recht modernen Klangsprache gehalten, ist formal und satztechnisch von Bach inspiriert, was in der Aria (vgl. Bachs berühmte Air) für Cello und Orgel nicht zu überhören ist. Wie Reger verkörpert auch Theodor Kirchner (1823– 1903) den spätromantischen (Jugend-)Stil der Jahrhundertwende, wofür zwei Tonstücke für Cello und Orgel beispielhaft sind. Zwei Werke aus der Klassik – ein Klavierstück von Mozart (1756–1791) und eine Bearbeitung von Beethoven (1770–1827) – bilden die Brücke zum Romantiker Robert Schumann (1810–1856). Seine Kanons für Orgel sind seltene Kostbarkeiten, seine Phantasiestücke (für Klarinette oder Cello und Klavier) zeigen die ganze Ausdruckspalette der Romantik von innigster Zartheit bis zur feurigen Leidenschaft. Der genussreichen Abendmusik ist hoffentlich eine grosse Zuhörerschaft beschieden. Die Abendkasse öffnet um 19.30 Uhr; www.rgml.ch. (pd)