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Ohne Spielpraxis zum Titel

Die bald 18-jährige Rheineckerin Nina Geissler gewinnt nach einem dreistündigen Abnützungskampf im Final den Schweizer Meistertitel in der höchsten Juniorinnenklasse.
Yves Solenthaler
Nina Geissler musste im Final der Schweizer Juniorinnen-Meisterschaft an ihre Grenze gehen, um den zweiten Meistertitel nach 2017 zu gewinnen. (Bild: freshfocus/Marc Schumacher)

Nina Geissler musste im Final der Schweizer Juniorinnen-Meisterschaft an ihre Grenze gehen, um den zweiten Meistertitel nach 2017 zu gewinnen. (Bild: freshfocus/Marc Schumacher)

Mit 6:4, 6:7, 7:6 setzte sich Nina Geissler im Endspiel gegen die Tessinerin Rubina Marta De Ponti durch. Nina Geissler war in der Kategorie 18 & U – der höchsten Nachwuchskategorie – topgesetzt. Für ihren zweiten Schweizer Meistertitel nach 2017, damals auf Sand, konnte sie sich aber nicht auf ihre spielerischen Mittel verlassen.

Nina Geissler war vor etwa eineinhalb Monaten am rechten Handgelenk operiert worden. Fünf Wochen musste sie ihren Schlagarm schonen, erst eine Woche vor dem Hallen-Championat in Kriens LU konnte die Liechtensteiner Sportschülerin wieder ins Training einsteigen.

Kurz nach der Operation körperlich hart gefordert

Die nötige Spielpraxis holte sich Nina Geissler erst im Verlauf des Turniers. Achtel- und Viertelfinal überstand sie problemlos (6:0, 6:1 und 6:3, 6:1). Im Halbfinal gegen Lea Gietz wurde Geissler im ersten Satz erstmals in ein Tiebreak verwickelt, das sie zu ihren Gunsten entschied. Im zweiten Durchgang löste sie mit einem glatten 6:1 das Finalticket.

Dort traf Nina Geissler auf Rubina Marta De Ponti. Die Tessinerin, die erstmals an Schweizer Meisterschaften teilnahm, war an Nummer 2 gesetzt – und sie war die erste, die Geissler fordern konnte. Nur im ersten Satz erspielte sich Nina Geissler beim 6:4 einen Breakvorsprung. Im zweiten Durchgang entschied der Tiebreak für die Tessinerin.

Über drei Stunden dauerte es, bis Nina Geissler im Tiebreak des dritten Satzes zum ersten Matchball kam. Sie bewies noch einmal Nervenstärke und holte den Punkt, der sie zur Schweizer Meisterin machte. In einer Woche, am 24. Januar, feiert Nina Geissler ihren 18. Geburtstag. In diesem Jahr darf sie zum letzten Mal in der Juniorinnenkategorie antreten. In der Juniorinnen-Weltrangliste hat sich Geissler im letzten Jahr von ungefähr Position 300 auf 139 verbessert. Mit dieser Klassierung hätte sie im Juniorinnenturnier der Australian Open die Qualifikation bestreiten können. Eine Teilnahme an einem der drei verbleibenden Grand-Slam-Turniere ist ein Ziel der Rheintalerin. Allerdings steht in der Schule in diesem Jahr die Maturaprüfung auf dem Programm, die sich möglicherweise einschränkend aufs weitere Programm auswirkt.

Nina Geisslers letztes Jahr bei den Juniorinnen

Um im Tableau von Roland Garros, Wimbledon oder den US Open Aufnahme zu finden, sollte sie sich allerdings noch um einige Plätze verbessern. Die dafür benötigten Punkte gibt’s nur an internationalen Turnieren, von denen Geissler auch 2019 einige bestreiten wird.

Im letzten Jahr feierte sie an einem Turnier der vierten Stufe in Cadolzburg (Bayern) ihren ersten Turniersieg. An 2.-Kategorie-Turnieren in Ägypten und Spanien sammelte sie ebenso viele Punkte für die ITF-Weltrangliste: In Kairo wie in Sanxenxo erreichte Geissler die Halbfinals. Für ihre Vielseitigkeit spricht, dass sie ihre Topresultate auf drei verschiedenen Unterlagen erzielte: Sand, Hartplatz und Teppich. Am Sandturnier in Villach (Ö) erreichte Nina Geissler zudem den Viertelfinal.

Weniger gut lief es letztes Jahr an der Schweizer Outdoor-Meisterschaft. Angeschlagen angetreten, schied Geissler im Halbfinal aus. Dafür gab’s zwar eine Bronzemedaille. Aber das entspricht nicht den Ansprüchen der nun zweifachen Schweizer Meisterin bei den Juniorinnen. Für Nina Geissler, die sich mit internationalen Konkurrentinnen misst, ist an Schweizer Meisterschaften nur noch die Finalteilnahme (oder gar der Sieg) gut genug.

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