«Ohne Service public gäbe es nur noch Boulevard»

ROGER DIETSCHE meint, Roger de Weck war rhetorisch originell: Er sprach spitzfindig, abwechslungsreich und pointiert. Mir gefiel der Vergleich, den er zwischen dem Medienland Schweiz und der weltweiten Medienlandschaft angestellte.

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ROGER DIETSCHE meint, Roger de Weck war rhetorisch originell: Er sprach spitzfindig, abwechslungsreich und pointiert. Mir gefiel der Vergleich, den er zwischen dem Medienland Schweiz und der weltweiten Medienlandschaft angestellte. Das Geld fliesst längst nicht immer in das Land, in der die Leistung bezogen wird. Für mich wird das Gehörte keine Konsequenzen haben. Ich lese den «Rheintaler» und höre Radio «SRF3» Das ist für mich das Richtige.

Roger de Weck nutzte die Plattform hervorragend für Werbung in eigener Sache, findet FABBIO RASERA: Im positiven Sinn, er war nicht aufdringlich. Etwas zu lange sprach er über den Service public, wenn auch nachvollziehbar, weil Kernthema. Vor zwanzig Jahren begann man mit dem Wandel von Print zu Online. Heute stecken wir mitten drin und fragen uns, warum wir es nicht vorher taten. Wir schätzten die Geschwindigkeit falsch ein.

NICOLA WURSTER sagte das breite Spektrum des Vortrags zu: Ich fand interessant zu erfahren, wie stark die Schweizer Medien ins globale Netz eingebunden sind. Roger de Weck zeigte sehr gut auf, wie gross der Unterschied zwischen der Schweiz und dem Ausland ist. Zum Beispiel kostet die Produktion einer Minute für den Schweizer «Bestatter» 10 000 Franken, die Minute einer amerikanischen Serie kostet hingegen 75 000 Franken.

Aus dem Vergleich des Service publics in der Schweiz mit anderen Ländern schlussfolgert KARIN BÜRKI SONDEREGGER: Wir brauchen ihn in der Schweiz. Wir sind zu klein, um ein Angebot mit Privatsendern aufzubauen. Wir brauchen nicht nur Serien sondern auch Sendungen wie «Tagesschau» und «Kassensturz». Es gäbe sonst nur noch Boulevard und das wäre mir zu wenig. Informationen sind für die Meinungsbildung wichtig. Medienleute geniessen in der Schweiz sehr grosses Vertrauen. Ich denke, das ist auch dem Service public zu verdanken.

Ausführlich, verständlich und interessant nennt STEFAN FREI das Referat: Alle Zuhörer folgten seinen Lippen. Er sprach aufklärend aber nicht belehrend. Deutschschweizer zahlen 70 Prozent der Gebühren, es fliessen aber nur 45 zurück. Das Solidaritätsprinzip steht für den Erfolg der Schweiz mit mehreren Sprachregionen. (vdl)

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