Österreicher fahren teurer

Aufgrund des rapiden Falls des Eurokurses musste der Tarifverbund Ostschweiz die Euro-Billettpreise anpassen. Grenzgänger zahlen jetzt mehr.

Anina Gächter
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Fahrgäste, die ihre Billetts in Euro zahlen, mussten am Freitag einen starken Preisanstieg feststellen. (Bild: Anina Gächter)

Fahrgäste, die ihre Billetts in Euro zahlen, mussten am Freitag einen starken Preisanstieg feststellen. (Bild: Anina Gächter)

Für Rheintaler Privatpersonen hat die Aufhebung des Euro-Mindestkurses letzten Donnerstag viele Vorteile gebracht. Die Preise in den Warenhäusern sinken, und das Einkaufen in Konstanz oder Dornbirn ist billiger denn je. Nicht so glücklich über den Euro-Zerfall sind die Vorarlberger, die auf Schweizer Dienstleistungen angewiesen sind. Ein Beispiel dafür sind Grenzgänger, die oft mit dem öffentlichen Verkehr ins St. Galler Rheintal reisen. Seit letzten Freitag wird an den Buskassen im Rheintal mit einem Euro-Franken-Kurs von eins zu eins gerechnet. Dadurch wurden für Vorarlberger die von RTB befahrenen Strecken Heerbrugg – Hohenems und Heerbrugg – Dornbirn rund 15 Prozent teurer. Für den Kurs verantwortlich ist die Zentrale des Tarifverbunds Ostwind. Sie entscheidet jeweils, welcher Eurokurs im öffentlichen Verkehr in den Kantonen St. Gallen, Thurgau, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, Glarus und im Fürstentum Liechtenstein gilt. Obwohl das Busfahren für die Vorarlberger viel teurer geworden ist, hat RTB bis jetzt noch keine Reklamationen erhalten. «Das liegt daran, dass nur sehr wenig Fahrgäste mit Einzelbillett die Grenze passieren. Die Rheintaler fahren auf der Schweizer Seite Bus und die Vorarlberger auf der Österreicher Seite. Da wir den Preis für die Schweizer Seite festlegen und der Verkehrsverbund Vorarlberg den Preis jenseits der Grenze, bleibt der Tarif für alle gleich. Falls jemand regelmässig über die Grenze fährt, hat er mit grosser Wahrscheinlichkeit ein Abo und ist darum nicht von der Preisänderung betroffen», erklärt Hans Koller von RTB.