Oberstufe wohl bald in Thal

Die Rheinecker Oberstufe beschäftigte die Schulkommission im vergangenen Jahr besonders. Zu wenig Schülerinnen und Schüler besuchen sie. Nun will man mit der Nachbargemeinde Thal zusammenspannen.

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Die Oberstufe hat zu wenig Schülerinnen und Schüler. (Bild: pd)

Die Oberstufe hat zu wenig Schülerinnen und Schüler. (Bild: pd)

RHEINECK. Schulkommissionspräsident Oscar Kaufmann informierte an der Vorversammlung über bevorstehende Änderungen an der Schule Rheineck. Vor allem die Oberstufe beschäftigte die Kommission im vergangenen Jahr. Waren es vor zehn Jahren noch fast 150 Schüler, zählt das Schulhaus inzwischen nur noch 75. Eine bereits diskutierte Lösung wäre eine Optimierung der Klassengrössen gewesen, indem etwa 45 Schüler aus Thal die Rheinecker Oberstufe besucht hätten. Da dies mit einem finanziellen Beitrag von Thal verbunden wäre, ist der Vorschlag für die Nachbargemeinde wenig attraktiv.

Ein zweites Modell sieht vor, die drei Sekundar- und drei Realklassen zusammenzulegen, eine Klasse für jede Stufe. Für Promotionsfächer gäbe es einen Niveauunterricht. Obwohl die Kosten dadurch leicht gesenkt werden könnten, würde es ein zu hoher Qualitätsverlust bedeuten. Dies hat die Schulkommission dazu bewogen, eine Auflösung der Oberstufe in Rheineck und die Beschulung der Oberstufenschüler in Thal zu prüfen. Die Lehrkräfte hätten die Möglichkeit, in Thal zu unterrichten. – Eine Arbeitsgruppe aus Vertretern beider Gemeinden wurde von den Räten be-auftragt, eine Zusammenarbeits-Vereinbarung auszuarbeiten und dem fakultativen Referendum zu unterstellen. Details folgen an einem Informationsanlass am 3. September.

Eine weitere Herausforderung stellt die seit 2008 in Regelklassen integrierte Einführungsklasse dar. Zwar erhalten diese Schüler nach wie vor spezielle Förderungen, doch fehlt ihnen spürbar das zusätzliche Schuljahr. Am meisten Zuspruch fand der Vorschlag, für Schüler, die für die erste Primarklasse noch nicht bereit sind, ein drittes Kindergartenjahr vorzusehen, allerdings mit zehn Schulstunden pro Woche.

Auch in diesem Jahr wird für die Schwimmbad-Saisonkarten ein Vorverkauf durchgeführt. Mit zehn Prozent Rabatt können vom 22. April bis 2. Mai bei der Stadtverwaltung, Büro 2, Dauerkarten und 10er-Abonnemente bezogen werden. Die Dauerkarten werden mit einem Passfoto personalisiert. Deshalb muss beim Bezug der Saisonkarte zwingend ein Passfoto mitgebracht werden (bei Familienabos für jedes Familienmitglied). Am 10. Mai öffnen sich dann die Tore des Schwimmbads.

Filtersanierung genehmigt

Die beiden Drucksandfilter im Schwimmbad Rheineck sind zu sanieren. Die Abteilung Werke hat bereits 2011 abgeklärt, was alles in Folge des Sandaustausches technisch anzupassen sei. Damals konnten aber nur Annahmen getroffen werden, weil die Filter zu einer Untersuchung geöffnet werden müssten. Sind sie einmal offen, fallen bereits die ersten Kosten an. Was aber damals schon festgestellt werden musste, war, dass Anpassungen an Düsen, Leitungen, Kontrollöffnungen sowie eine neue Kathodenschutz-Anodenkonstruktion mit Anpassung und Verkabelung am Steuerschrank vorzunehmen wären. Die eruierten Kosten wurden dann für die Jahre 2012 und 2013 nicht ins Budget aufgenommen, weil andere wichtige und teure Arbeiten zu budgetieren waren. Für das laufende Jahr ist nun aber die Filtersanierung im Budget berücksichtigt, weil mit dem Sandaustausch nicht länger gewartet werden kann und das längere Zuwarten mit Düsensanierung und Kathodenschutz unter Umständen ein erhöhtes Schadenbild zur Folge haben kann. Im Budget 2014 ist ein Betrag von 75 000 Franken vorgesehen. Anstelle des bisherigen konventionellen Quarzsandes wird neu ein neues, modernes Filtermaterial eingesetzt. Quarzsand hat gute mechanische Filtereigenschaften, ist aber auch ein idealer Nährboden für Bakterien, das neue Material ist selbstdesinfizierend und muss daher nur alle 20 Jahre ausgetauscht werden. Das neue Material verringert zudem den Chlorbedarf und letztlich auch den Gesamtwasserbedarf. Die Betriebskosten können gesenkt werden, während ein naturnahes und fortschrittliches Konzept mit klarerem, gesünderem Badewasser umgesetzt wird. Der Stadtrat hat die Sanierung genehmigt, sie wird bis zur Eröffnung Mitte Mai ausgeführt sein.

Die Belagsflächen rund um das Hauptbecken wiesen seit längerer Zeit eine sehr rauhe, ausgewaschene Oberfläche auf und waren im Übergang zum Becken mit grossen Rissen und Spalten versehen, was zur Verletzungsgefahr für Kinderfüsse wurde. In zwei Etappen wurde bereits in den letzten Jahren ein Grossteil der Belagsfläche saniert. Mit der dritten Etappe wurde nun im März die Sanierung der kompletten Belagsflächen abgeschlossen.

Traditionsgemäss führten Schüler der Oberstufe Rheineck auch in diesem Jahr eine Bachreinigung durch. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler haben unter Aufsicht der «Grünen Panther» das Gemeindegebiet einer Reinigung unterzogen. Dabei sammelten sie jede Menge Unrat und Gerümpel ein. An der Aktion beteiligen sich jeweils zwischen 40 und 80 Schüler. Die Arbeiten wurden mit einem Zustupf in die Klassenkassen belohnt.

Mehr Weihnachtsbeleuchtung

Die Weihnachtsbeleuchtung Rheineck verfügt über Kandelaber-Sterne entlang der Hauptachsen an Bahnhofstrasse, Grüenaustrasse, Rorschacherstrasse sowie an der Poststrasse und im Städtli. Vermehrt wurde der Wunsch geäussert, auch die Thalerstrasse ab der «Rössli»-Kreuzung bis zum Groppenbach sei mit einer Weihnachtsbeleuchtung auszustatten. Die Gemeinde Thal hat ihre Weihnachtsbeleuchtung bis zum Groppenbach ebenfalls mit Sternen an jedem zweiten Kandelaber ausgebaut. Der Stadtrat hat der Anschaffung von zusätzlichen 18 Sternen zugestimmt. Somit wird die Weihnachtsbeleuchtung ab kommendem Winter ab dem Bahnhof Rheineck nahtlos bis ins Zentrum von Thal weitergeführt. Es wird gegenwärtig auch abgeklärt, wie die Beleuchtung Richtung Hecht und Fahr erweitert werden kann.

Sanierung Grüenaustrasse

Der Kanton St. Gallen hat mit der Sanierung der Grüenaustrasse (Kantonsstrasse) begonnen. Im Zuge dieser Strassensanierung sind auch Tiefbauarbeiten auszuführen, die die Elektrizitätsversorgung sowie die Kanalisation betreffen. Der Stadtrat beauftragte die Strabag AG aus Amriswil mit den Tiefbauarbeiten für den Anteil Elektrizitätsversorgung und Kanalisation. Die Sanierungsarbeiten dauern voraussichtlich bis im Mai.

Bereits im Dezember wurde festgestellt, dass die zweitoberste Eiche bei der Friedhofzufahrt abgestorben ist. Aufgrund der Kälte darf der Ersatz erst im Frühjahr erfolgen. Der Stadtrat Rheineck hat die Firma P. Rubin AG mit den Arbeiten beauftragt. – Mitte März wurden alle Rheineckerinnen und Rheinecker zur Bevölkerungsumfrage eingeladen. Die Meinung ist noch immer gefragt und leistet einen wesentlichen Beitrag zu einer aussagekräftigen Analyse und damit zur Weiterentwicklung der Stadt Rheineck. Deshalb bittet der Stadtrat alle Rheineckerinnen und Rheinecker, den schriftlichen Fragebogen bis spätestens 15. April einzusenden.

Gastgewerbepatente

Der Stadtrat hat folgende Gastgewerbepatente vergeben: Vamosi Angela, Hani-Bar, ab April. – Der Stadtrat bewilligte Veranstaltungen: Public Viewing Fussball-WM (Schweizer Spiele sowie Halbfinal und Final), 12. Juni bis 13. Juli, altes Feuerwehrdepot; Rhynegger Gsundheitslauf, 27. April, 8.15 bis 13.30 Uhr. (sk)