OBERRIET/EICHENWIES: Vom Kino zum Kirchgemeindehaus

Die Evangelische Kirchgemeinde Eichberg-Oberriet feierte «30 Jahre Kirchgemeindehaus» an der Bahnhofstrasse 3 in Oberriet.

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Das Kirchgemeindehaus ist ein Ort der Begegnung. (Bild: pd)

Das Kirchgemeindehaus ist ein Ort der Begegnung. (Bild: pd)

Bei einem Sternmarsch auf den Routen von Hinterforst, Eichberg, Kobelwald und Montlingen stimmten sich 48 Teilnehmende auf die Feier «30 Jahre Kirchgemeindehaus» ein. Beim Kirchgemeindehaus angekommen, wurden die Wanderer mit einem Apéro empfangen. Anschliessend wurde zum Festgottesdienst, den Pfarrerin Ute Neef und Pfarrer Martin Böhringer leiteten, eingeladen. Etwa 150 Besucher füllten den Saal des Kirchgemeindehauses. Musikalisch umrahmt wurde die Feier durch den Chor Montlingen. Schüler der Kirchgemeinde hatten sich im Religionsunterricht Gedanken zur «Zukunft der Kirche» gemacht und ihre Arbeiten anhand von Plakaten ausgestellt.

Ein langer Prozess ging voraus

Beim gemeinsamen Mittagessen wurde die Gemeinschaft in fröhlicher Runde gepflegt. Hansueli Geisser, Präsident der Evangelischen Kirchgemeinde Eichberg-Oberriet, berichtete mit einer Powerpoint-Präsentation über die Entstehung des gern besuchten Hauses bis in die heutige Zeit. 1969 äusserte der Evangelische Gemeindeverein Oberriet den Wunsch nach einem eigenen Kirchgemeindehaus. Ein Neubau mit einem Saal mit 195 Sitzplätzen wurde auf einer Parzelle im Grubacker (heute Neudorfstrasse) in Oberriet geplant. Die Baubewilligung für das Projekt wurde wegen zu kleiner Bauparzelle nicht erteilt. In der Folge konnte von 1972 bis 1984 der Singsaal im Sekundarschulhaus (heute OZ) in Oberriet für Gottesdienste und Religionsunterricht benutzt werden.

Vom Kino zum Kirchgemeindehaus

1972 wurde der Evangelische Gemeindeverein Oberriet aufgelöst und er schloss sich der Evangelischen Kirchgemeinde Eichberg an. Das vorhandene Vermögen von 57300 Franken wurde zur Verwahrung der Kirchgemeinde übertragen, dies mit dem Wunsch der Sicherstellung für ein Bauvorhaben. 1977 erschien in der kantonalen Kirchenordnung die offizielle Bezeichnung Evangelische Kirchgemeinde Eichberg-Oberriet. 1984 wurde das Kino Kamor mit einem Preis von 460 000 Franken zum Kauf angeboten. 1985 verkaufte die Kirchgemeinde die Parzelle im Grubacker und kaufte das Kino. Noch im gleichen Jahr wurde Architekt Fritz Laich für den Umbau beauftragt. 1986 wurde eine Baukommission gewählt und mit dem Umbau begonnen. Die Baukosten beliefen sich inklusive Kauf des Gebäudes auf rund 1,5 Millionen Franken. Am 29. März 1987 wurde die Einweihung des Kirchgemeindehauses gefeiert. Seit dieser Zeit ist das Haus ein Ort der Begegnung für alle Generationen. Es werden Gottesdienste gefeiert, ebenso finden Religions- und Konfirmandenunterrichte, Mitarbeitertreffen, Filmabende, Sitzungen, Kinderbasteltage und das «Kafi Hand und Herz» statt. (pd)