OBERRIET: Weniger Schüler, weniger Kosten

Die Oberstufe hat momentan wenige Schüler. Das wirkt sich günstig auf die Kosten aus, hat aber auch Nachteile.

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Die Oberstufe Oberriet-Rüthi hat zwar so wenige Schüler wie schon lange nicht mehr – eine breit instrumentierte Schülerband bringt sie an der Schulbürgerversammlung aber allemal noch auf die Bühne. (Bild: mt)

Die Oberstufe Oberriet-Rüthi hat zwar so wenige Schüler wie schon lange nicht mehr – eine breit instrumentierte Schülerband bringt sie an der Schulbürgerversammlung aber allemal noch auf die Bühne. (Bild: mt)

Nach rückläufigen Schülerzahlen schon in den Vorjahren ist der Schülerbestand der Oberstufe Oberriet-Rüthi auf dieses Schuljahr auf noch 359 eingebrochen. Damit scheint der Tiefpunkt erreicht; für die nächsten Jahre rechnet der Schulrat mit Schülerzahlen, die nur noch wenig vom jetzigen Bestand abweichen. Im Besonderen aus Rüthi werden – wegen des Baubooms dort – in den nächsten Jahren sogar eher mehr Schüler erwartet.

Dass die Schulrechnung mit einem Steuerbedarf von 8,9 Mio. Franken um rund 376000 Franken günstiger ausgefallen ist, als budgetiert war, liege vor allem an diesem geringeren Schülerbestand, erklärte Schulratspräsident Karl Loher am Montag an der Oberstufen-Schulbürgerversammlung. Fürs laufende Jahr wurde ein Steuerbedarf budgetiert, der ziemlich genau dem effektiven Bedarf des letzten Jahres entspricht. Die 88 Schulbürgerinnen und Schulbürger, die an die Versammlung in der Oberstufen-Aula in Oberriet gekommen waren, stimmten beidem, Rechnung und Budget, einstimmig zu.

So schön es sei, weniger Geld zu benötigen – der geringere Schülerbestand habe auch Nachteile, machte Karl Loher klar. Er erschwere nämlich die Klassenplanung. Es sei nicht möglich gewesen, allen Lehrerinnen und Lehrern jenes Pensum zu ermöglichen, das sie sich gewünscht hätten.

«Die Heterogenität beschäftigt uns jeden Tag»

Als einen Schwerpunkt fürs ­laufende Jahr nannte Karl Loher die Integration und Förderung fremdsprachiger Schüler. Die ­Heterogenität beschäftige die Lehrerinnen und Lehrer jeden Tag. Der Deutschunterricht fruchte jedoch. Innert kurzer Zeit sei viel möglich. Einzelne dieser Schüler hätten es sogar schon an die Kanti geschafft. (mt)