OBERRIET: Schloss-Blatten-Sanierung ohne Überraschung

Seit geraumer Zeit trägt die Schlossruine kein Baugerüst mehr, alle geplanten Arbeiten sind abgeschlossen. Unvorhergesehenes, das sich negativ auf die budgetierten Kosten ausgewirkt hätte, gab es nicht.

Kurt Latzer
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Nun dürften den Besuchern des Schlosses Blatten keine Steine mehr auf den Kopf fallen. (Bild: Kurt Latzer)

Nun dürften den Besuchern des Schlosses Blatten keine Steine mehr auf den Kopf fallen. (Bild: Kurt Latzer)

Weil lose Steine von der Mauerkrone der Burgruine den Besucher hätten auf den Kopf fallen können, liess der Oberrieter Gemeinderat Ende Juli 2015 nicht nur die Ruine selbst absperren, sondern auch das Areal ringsum. «Das Betretungsverbot bleibt bis zum Abschluss einer Sanierung bestehen», hiess es damals in einer Mitteilung der Gemeindeverwaltung. Zu diesem Entscheid gelangte der Rat nach einer eingehenden Analyse des Gemäuers. Vergangenen Juli hat die Burgfestung Blatten – sie stammt aus dem Jahre 1230 und hat eine bewegte Geschichte hinter sich – ein stählernes Korsett bekommen. Wegen der in der Burg lebenden Turmdohlen hat man mit der Sanierung nicht früher anfangen können. Die Massnahmen, die für die Sicherung des Gemäuers nötig waren, hatten die kantonale Denkmalpflege und die Kantonsarchäologie definiert. Im November ist das Baugerüst beim Schloss Blatten verschwunden, die Arbeiten wurden bereits vorher beendet. Länger als Mitte Oktober hätte man am Gemäuer nicht arbeiten können, wegen der speziellen Beschaffenheit des verwendeten Burgmörtels. «Unvorhergesehenes gibt es bei Sanierungsarbeiten ja immer. Im Fall des Schlosses Blatten hat es allerdings keine Überraschungen gegeben, die sich negativ auf die Kosten ausgewirkt hätten», sagt der Oberrieter Bauverwalter Harald Herrsche auf Anfrage der Redaktion. Seiner Meinung nach sollten die Mauern der Burgruine nun die nächsten 35 bis 40 Jahre sicher sein und für Besucher keine Gefahr mehr darstellen.

Kurt Latzer