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OBERRIET: Rheintaler Blumenwiesenmeister

WWF, Pro Natura und das Landwirtschaftliche Zentrum Salez hatten eine Rheintaler Wiesenmeisterschaft ausgeschrieben. Am Samstag waren die Bauern zur Preisverleihung auf den Montlinger Schwamm eingeladen.
Max Tinner
Die Preisträger der Wiesenmeisterschaft im Rheintal, von links: Stephan Jud, Ruppenboden, Altstätten; Liliane und Manfred Zoller, Au; Josef Gschwend, Altstätten; Hansjürg Kressig, Eichberg; Hansruedi Kuster, Diepoldsau; Eugen Waibel, Diepoldsau. (Bild: Max Tinner)

Die Preisträger der Wiesenmeisterschaft im Rheintal, von links: Stephan Jud, Ruppenboden, Altstätten; Liliane und Manfred Zoller, Au; Josef Gschwend, Altstätten; Hansjürg Kressig, Eichberg; Hansruedi Kuster, Diepoldsau; Eugen Waibel, Diepoldsau. (Bild: Max Tinner)

Extensiv bewirtschaftete, artenreiche Blumenwiesen sind nicht nur schön anzuschauen. Sie sind auch ökologisch wertvoll. Naturschutzorganisationen führen darum seit längerem regionale Wiesenmeisterschaften durch, bei denen Bauern ihre Blumenwiesen zur Prämierung anmelden können. Dieses Jahr hatten WWF und Pro Natura zusammen mit dem Landwirtschaftlichen Zentrum Salez und dem St. Galler Bauernverband eine Wiesenmeisterschaft im Rheintal ausgeschrieben. Zwischen Mitte Mai und Mitte Juni, als sie in voller Blüte standen, wurden die angemeldeten Wiesen von einer Fachjury begutachtet. Am Samstag waren die Bauernfamilien nun zur Preis­verleihung auf dem Montlinger Schwamm eingeladen.

Preise wurden in drei Kategorien vergeben: Bergwiesen, Talwiesen und Streuewiesen. Bei den Bergwiesen überreichte Voji Pavlovic vom Landwirtschaftlichen Zentrum Salez den ersten Preis Hansjürg Kressig für eine Wiese am Eichberger Hochkapf. Den zweiten Preis gewann Stephan Jud vom Ruppenboden hoch über Altstätten. Und der dritte Preis ging an Manfred Zoller aus Au.

Die schönste Talwiese, prämiert von Antonia Zurbuchen von Pro Natura, war eine des Rheinunternehmens zwischen dem Rheindamm und dem Rietbach, die von Eugen Waibel aus Diepoldsau bewirtschaftet wird. Den zweiten Preis gewann Josef Gschwend für eine aussergewöhnlich breite Pufferzone zum Naturschutzgebiet im Bannriet. Und der dritte Preis ging an Oliver Züst und Hansruedi Kuster für eine farbenfrohe Blumenwiese mitten in einem Wohnquartier in Diepoldsau.

Streuewiesen waren nur zwei angemeldet. Und weil die schönere von einem Bauern ange­meldet worden war, der schon in einer andern Kategorie zu den Preisträgern gehört, wurde für diese «aussergewöhnlich artenreiche Wiese», wie Martin Zimmermann vom WWF anerkennend betonte, kein eigentlicher erster, sondern ein Sonderpreis vergeben. Er ging an Stephan Jud vom Altstätterberg.

Insgesamt haben 15 Bauernbetriebe an der Rheintaler Wiesenmeisterschaft teilgenommen und 29 Flächen zur Begutachtung angemeldet. Für die Landwirtschaft sei die Wiesenmeisterschaft eine willkommene Gelegenheit zur Öffentlichkeitsarbeit gewesen, sagte Beni Halter aus Rebstein im Namen der Bauern, die teilgenommen haben. Der von der Fachjury gelobte Artenreichtum der ausgezeichneten Blumenwiesen zeigt dem Oberrieter Kantonsrat und Gemeindepräsidenten Rolf Huber, dass die Natur im Rheintal weniger ausgemagert ist als anderswo. Dies sei das Verdienst der Landwirtschaft. Jetzt liege es an der rest­lichen Bevölkerung, die Natur auch zurück in den Siedlungsraum zu bringen, meinte Huber.

Im Herbst ist vorgesehen, aus den Preisträgern der Wiesenmeisterschaften der letzten vier Jahre in verschiedenen Regionen des Kantons einen Wiesenkönig zu küren. Nächstes Jahr soll es eine weitere Wiesenmeisterschaft geben, dann im Kanton Appenzell Ausserrhoden. Werden Wiesen im Vorderland angemeldet, werden also möglicherweise noch weitere Bauern aus dem Einzugsgebiet unserer Zeitung zu Wiesenmeistern gekürt.

Max Tinner

www.wiesenmeisterschaft.ch

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