OBERRIET: Rheinholzer zeigten sich der Öffentlichkeit

Im letzten Jahr zeigten die Rheinholzer ihr Hobby vielen Neugierigen. Im Einsatz standen sie weniger häufig: An drei Tagen waren sie ausgerückt, um den Rhein von Schwemmholz zu befreien.

Merken
Drucken
Teilen

Am 6. Juni, so sagte Rheinholzer-Chef Eugen Baumgartner, «konnte endlich das Holzerjahr in Angriff genommen werden». An dem Tag floss nicht nur viel Wasser, sondern flossen auch Baumstämme den Rhein hinunter. Am 3. August stiegen dann Ill und Frutz, worauf die Holzer ausrückten. Die Arbeit hielt sich an dem Tag aber in Grenzen. Ende August gingen einige Holzer nochmals an den Rhein, wo es galt, Stämme an Land zu ziehen. Damit hatte es sich für dieses Jahr.

Auf viel Interesse stiessen Ausstellungen und Informationen, bei denen die Holzer ihr Hobby der Öffentlichkeit zeigten. Besonders gross war dieses im Rahmen der Feiern zu den 125 Jahren Rheinregulierung. Der «St. Galler Bauer» publizierte eine Reportage zum Brauchtum des Rheinholzens. Die Rhode Gätzi-Warmesberg lud zu einem Infoanlass ein, bei dem sich Dutzende über das seltene Hobby informieren liessen. Ein Höhepunkt waren auch die Ausstellung «Fröid und Ugmach» im Museum Rothus und die Filmvorführungen am Rhein.

Mit viel Applaus wurden die Arbeit der Familie des Rhein­holzer-Chefs gewürdigt und das neue Mitglied Roland Künzler aus Oberriet in die Vereinigung aufgenommen. (rz)