Oberriet
Neues Projekt für Singsaal wurde erarbeitet – Neubau ist vielseitig nutzbar

Am Infoanlass wurde der Mehrzweckbau vorgestellt, der den Singsaal ersetzen soll.

Reto Wälter
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Projektleiter Felix Hengartner (l.) und Schulratspräsident Samuel Hanselmann stellten den Neubau und den Weg dorthin vor.

Projektleiter Felix Hengartner (l.) und Schulratspräsident Samuel Hanselmann stellten den Neubau und den Weg dorthin vor.

Bild: Reto Wälte

Der Singsaal zwischen dem Oberstufenschulhaus und der Turnhalle steht schon länger auf der Traktandenliste des Schulrats der Oberstufe Oberriet-Rüthi. Am Anfang wurde abgeklärt, was eine Sanierung kosten würde. Um das Gebäude aus dem Jahre 1967 auch energetisch aufzurüsten, wäre man dabei auf Kosten von rund 800'000 Franken gekommen. Hätte man sich nur auf das Allernötigste beschränkt, hätte dies immer noch mit 200'000 Franken zu Buche geschlagen.

Neubau mit einem weiteren Stockwerk

Mit Blick auf den Raumbedarf und die Möglichkeit auf künftige Entwicklungen reagieren zu können, wurde ein neues Projekt erarbeitet, das ein weiteres Stockwerk beinhaltet. Im oberen Teil sollen sechs Büroräume, ein Sitzungszimmer sowie Putz- und Kopierraum Platz finden. Dies, weil die Schulverwaltung derzeit in einem Haus der politischen Gemeinde in einer ehemaligen Wohnung eingemietet ist. Auch dieses Gebäude ist sanierungsbedürftig und soll in den nächsten Jahren renoviert werden.

Der Singsaal soll durch einen reinen Holzbau ersetzt werden. Das ist nicht nur ökologisch nachhaltig, sondern bringt auch von der Statik her Vorteile, weil er leichter ist. So kann der Bau problemlos auf die jetzige Bodenplatte respektive den Keller gebaut werden. Der Mehrzweckbau wird keine Säulen oder tragenden Wände im Innenraum haben. Die Büros werden mit Stellwänden abgetrennt und gegen den Mittelkorridor mit Glaswänden ausgestattet. So wird das ganze Stockwerk lichtdurchflutet. «Mit drei Metern Raumhöhe halten wir die Vorschriften für Schulzimmer ein und man könnte den zweiten Stock jederzeit umnutzen», sagte Felix Hengartner vom Architekturbüro atm3, der das Vorprojekt leitete.

Auch im Erdgeschoss wird es heller werden, weil der Singsaal nicht mehr als «Schlauch» gebaut, sondern über die ganze Gebäudebreite gezogen wird. Dabei wird auf eine gute Akustik geachtet. Vorgesehen ist auch ein Garderobenteil für wartende Klassen. Im Keller soll der bestehende Öltank ausgebaut werden, was zusätzlich Platz für ein Archiv schafft. Die Luftschutzräume wie auch der restliche Keller bleiben unverändert. Der jetzige Velounterstand mit zwölf Plätzen wird um acht Plätze erweitert.

Fertigstellung in etwa zwei Jahren

Das Bauvolumen von 2500 m3 entspricht etwa zwei Einfamilienhäusern. Geplant ist, den Planungskredit von 120'000 Franken an der nächsten Schulbürgerversammlung im März 2022 vorzulegen. Gleichzeitig will man auch über den Baukredit von 2,3 Millionen Franken abstimmen lassen. Dieser umfasst 1,74 Millionen für das Gebäude selber und den Kosten für Abbruch- und Anpassungsarbeiten, Umgebungsarbeiten, Ausstattung und Baunebenkosten.

«Wir legen beide Kredite gleichzeitig vor, weil wir vorwärtsmachen wollen», sagte Schulratspräsident Samuel Hanselmann an der Informationsveranstaltung. Das «sportliche» Ziel wäre, dass man im November 2023 die Bauarbeiten abschliessen könnte. Die zwei bis drei Dutzend Interessierten, die sich im alten Singsaal umschauen konnten und einen Einblick in die detaillierten Pläne bekamen, schienen keine Einwände gegen das Projekt Zwischentrakt zu haben. Denn es gab weder zum geplanten Neubau noch zu den Kosten Fragen oder Anregungen.

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