OBERRIET: Neues Leben für Altersheim

Die Erneuerung des Altersheims Feldhof wird immer konkreter. Reges Interesse herrschte an der ersten von zwei Informationsveranstaltungen des Zweckverbandes.

Gerhard Huber
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Gemeindepräsident Philipp Scheuble, Heimleiter Guido Fritz und Gemeindepräsident Rolf Huber (v. l.) standen Rede und Antwort. (Bild: Ulrike Huber)

Gemeindepräsident Philipp Scheuble, Heimleiter Guido Fritz und Gemeindepräsident Rolf Huber (v. l.) standen Rede und Antwort. (Bild: Ulrike Huber)

Gerhard Huber

 

Nach abgeschlossenem Architektenwettbewerb wurden die Bürger vom Zweckverband Altersheim Feldhof Oberriet-Rüthi nun über die Notwendigkeit eines Projektierungskredites informiert. Der Speisesaal des Seniorenheims war bis auf den letzten Platz besetzt. Das zur Sprache kommende Thema der Notwendigkeit der Erneuerung des in die Jahre gekommenen Altersheimes, sowie die Gewährung eines Projektierungskredites durch die beiden beteiligten Gemeinden Oberriet und Rüthi fand bei den Besuchern grosses Interesse.

Machbarkeitsstudie bestätigte richtigen Standort

Oberriets Gemeindepräsident Rolf Huber referierte über den bisherigen Verlauf des Projekts. «Die zur Standortfrage eingeholte Machbarkeitsstudie hat klar ­ergeben, dass der ‹Feldhof› die richtige Lage für unser Altersheim ist.» Für das im Kern auf das Jahr 1962 mit Ausbauten in den Jahren 1987 und 1995 zurückgehende derzeitige Gebäude sei dringender Handlungsbedarf gegeben. Vor allem aber müsse die Bettenanzahl von derzeit 65 auf 108 ausgebaut und so dem steigenden Bedarf angepasst werden. «Aufgrund der gesetzlichen Vorschriften musste die Gemeinde öffentliche Ausschreibungen machen, der Architektenwettbewerb musste sogar international ausgerufen werden.»

Die letztlich vorgelegten vierzehn Projekte waren vor Weihnachten 2016 für die Öffentlichkeit zugänglich. Das Siegerprojekt kommt vom Planungsbüro kit-Architekten aus Zürich. Kostenpunkt der Verwirklichung und Umsetzung: 28 Mio. Franken, dazu noch ca. zwei Mio. für die Sanierung des bestehenden Rundbaus. «Die Unschärfe der Kostenschätzung beträgt aber +/– 25 Prozent, was für einen endgültigen Beschluss über einen Baukredit zu viel ist. Deshalb müssen Oberriet und Rüthi dem Zweckverband einen Projektierungskredit in Höhe von 1,8 Mio. Franken einräumen, um die Schwankung der Kostenschätzung auf +/– 10 Prozent einzugrenzen», so Huber weiter. Wobei der zu gewährende Projektierungskredit nach dem Verhältnis der Einwohnerzahlen zwischen den Gemeinden derart aufgeteilt werde, dass Oberriet einen Betrag von 1426000 Franken und Rüthi einen Betrag in Höhe von 373000 übernehmen werden.

Die langen Wege im Altbau sind nicht mehr zeitgemäss

Der Baukredit soll dann den Bürgerversammlungen 2019 vorgelegt werden. Der endgültige Abschluss der Bauarbeiten sei füBeendenr 2024 vorgesehen. Heimleiter Guido Fritz bekräftigte die Notwendigkeit einer möglichst raschen Erneuerung der Gebäude. Denn die langen Wege im Altbau, die ständig notwendigen Reparaturen am Flachdach des Speisesaals, die schlecht isolierten Fenster, die veraltete Heizung und Küche seien letztlich alles Kostentreiber. Und diese Zustände erschwerten auch die Arbeit der 61 Angestellten inklusive der neun Lernenden auf insgesamt 32 Vollzeitstellen.

Rüthis Gemeindepräsident Philipp Scheuble blickte auf die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden Oberriet und Rüthi in Sachen Altenwohnheim zurück. Denn Rüthi betreibe kein eigenes Heim, sondern nutze im Rahmen des Zweckverbandes das Angebot in Oberriet. Der «Feldhof» sei ein schönes Daheim für die älteren Einwohner von Rüthi geworden. Mit dem Erweiterungsbau sei für seine Gemeinde die langfristige Sicherheit verbunden, dass die Senioren gut aufgehoben sind.