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OBERRIET: Drohnenpilot nicht gefunden

Der Drohnenpilot, der an Neujahr einen Reitunfall verschuldet hat, ist nicht gefunden worden. Nachdem Hinweise keinen Erfolg brachten, hat die Polizei die Ermittlungen abgeschlossen.
Gert Bruderer

Mit ihrem sechsjährigen Wallach war die 26-jährige Mia Bachmann aus Rebstein nahe der Autobahn zwischen Montlingen und Oberriet unterwegs. Eine Drohne sei hinter ihr hergeflogen und schliesslich um sie und das Pferd gekreist. Boldy geriet in ­Panik, die Reiterin stürzte zu Boden, das Pferd rannte davon.

Knapp zwei Tage verbrachte Mia Bachmann daraufhin im Spital Altstätten. Heute, drei Wochen nach dem Unfall, spüre sie noch ab und zu den Hals und den Kopf, sagt sie, sonst gehe es ihr aber wieder gut.

Jemand sah Drohne beim Bildstöckli

Der Zeugenaufruf der Polizei ­wenige Tage nach dem Unfall hatte zur Folge, dass zwei Personen sich meldeten. Jemand teilte mit, er habe an Weihnachten im Raum Widnau vier Leute mit einer Drohne gesehen, und eine Frau meldete am 10. Januar, beim Bildstöckli in Oberriet sei gerade eine Drohne in der Luft.

In diesem zweiten Fall rück-te die Polizei sofort aus. Das ­Bildstöckli befindet sich nur ­wenige hundert Meter vom Ort entfernt, wo der Reitunfall geschah. Als die Polizei auf dem Bildstöckli eintraf, war aber niemand mehr da.

Auch der Autofahrer, der Mia Bachmann nach dem Unfall mitnahm, damit sie nach ihrem weggerannten Pferd suchen konnte, meldete sich aufgrund des Zeugenaufrufs bei der Polizei. Ihr weiterzuhelfen, war ihm aber nicht möglich. Der Spaziergänger, der Mia Bachmann zu Hilfe eilte, ist unbekannt geblieben; er meldete sich nicht. Beim Reiten hatte Mia Bachmann jemanden weiter weg in der Wiese gesehen. Offenbar wurde nach etwas gesucht. Zwar handelte es sich um eine Drohne, doch von dieser konnte die Reiterin nicht verfolgt worden sein, denn nach diesem Flugobjekt war schon vor dem Reitunfall gesucht worden.

Die Polizei hat die Ermittlungen eingestellt

Eine weitere Drohne wurde am Tag des Unfalls in der Nähe der Staatsstrasse gesichtet. Dieses Flugobjekt befand sich über dem Gebäude, das bekanntlich zur fast gleichen Zeit brannte, als Mia Bachmann vom Pferd stürzte. Die Drohne, die dort in der Luft war, gehöre dem Feuerwehrkommandanten, sagt Polizei-Mediensprecher Hanspeter Krüsi. Sie sei überdies erst nach dem Reitunfall in der Luft gewesen.

Der für den Fall zuständige Sachbearbeiter sei zweimal beim Unfallort gewesen, sagt Hanspeter Krüsi. In der Schutzhütte habe er Sprayereien entdeckt, die bedeuten könnten, dass sich bei der Hütte ab und zu Jugendliche aufhielten.

Weil der Drohnenpilot sich trotz der Ermittlungen nicht ausfindig machen liess und keine Anhaltspunkte bestehen, die noch Aussicht auf Erfolg versprächen, hat die Polizei ihre Nachforschungen in diesem Fall beendet. Der Rapport soll demnächst der Staatsanwaltschaft übermittelt werden.

Gert Bruderer

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