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OBERRIET: Der Oberrieter Vico Torriani

Zurzeit brilliert Samuel Zünd am Churer Theater in der Hauptrolle als Vico Torriani. Der Oberrieter Konzertsänger begeistert im Musical «Hotel Victoria» als legendärer Schweizer Musiker noch bis am kommenden Sonntag das Publikum.
Damian Neuländner
Samuel Zünd ist geehrt, den erfolgreichsten Schweizer Entertainer Vico Torriani spielen zu dürfen. (Bild: Ursula Hersperger)

Samuel Zünd ist geehrt, den erfolgreichsten Schweizer Entertainer Vico Torriani spielen zu dürfen. (Bild: Ursula Hersperger)

Samuel Zünd wollte nach der Kantonsschule Heerbrugg zuerst an die HSG. Seine Tante, die selbst Opernsängerin ist, hat ihn dann aber überzeugt, die Aufnahmeprüfung für die Musikhochschule in Zürich zu machen. Dies war eigentlich auch seine erste Wahl. Er befürchtete aber, dass er nicht aufgenommen werden würde, da er zu diesem Zeitpunkt erst 15 Gesangsstunden beim St. Galler Kapellmeister Johannes Fuchs auf dem «Buckel» hatte. Trotzdem schaffte er den Sprung an die Hochschule, wo er ein Gesangsstudium absolvierte. Den zweiten Teil seiner Ausbildung zum Opernsänger vollzog er in Amsterdam.

Vom Bub zu Vico Torriani

Bereits vor seinem Studium durfte Samuel Zünd internationale Erfahrungen sammeln. Damals trat er mit dem Jugendchor Altstätten in Schweden auf. In Altstätten hatte er einst seine ersten Auftritte. Das Städtli bezeichnet er deshalb als Geburtsstätte seiner Gesangskarriere.

Seit fünf Jahren arbeitet er mit der Kammerphilharmonie Graubünden zusammen. Zu Beginn beschäftigte sich das Ensemble mit Tanzschlagern aus den 20ern, später kamen Schlager aus den 50er-Jahren, in denen Vico Torriani eine grosse Rolle spielte, hinzu. Da ihm das Singen leicht fiel, kamen die Bündner auf Zünd zu und fragten ihn für die Rolle an. «Da musste ich natürlich nicht zweimal überlegen», sagt Zünd. Er fühlt sich auf der Bühne zu Hause und spielt gerne mit dem Publikum. Optimale Voraussetzungen also für einen Torriani-Nachfolger.

«Für mich ist es eine Ehre»

Während der Proben war oft auch Torrianis Tochter im Saal anwesend. Wenn sie die Augen schloss, hatte sie das Gefühl, ihr Vater stünde vor ihr. «Das war natürlich ein Riesenkompliment für mich», sagt Zünd stolz. Sie gab ihm einen echten Vico-Torriani-Ring, den er während der Aufführungen trägt.

Einen ersten Kontakt mit Torriani hatte Zünd als er eine Platte mit dem Lied «Silberfäden» geschenkt bekam. Für Zünd ist er ein Idol. «Er war immer auf der Suche nach höchster Qualität», sagt er. «Es ist eine Ehre, diese Rolle zu spielen, aber auch eine künstlerische Herausforderung», ergänzt er.

Auf dem Boden geblieben

Über hundert Auftritte pro Jahr hat Samuel Zünd. Mehr ist nicht möglich. Er kann davon gut leben, reich wird er aber nicht. Neben den Auftritten ist er als Dozent an der Musikhochschule Zürich angestellt. «Man lernt jedes Mal etwas Neues über sich selbst, wenn man den Studenten Dinge erklärt. Und man lernt, dass es nicht selbstverständlich ist, dass man das als Beruf machen kann», sagt er. Insgesamt kommt er auf ein Pensum von etwa 130 Prozent.

Als besonders schön stuft er das Neujahrskonzert in der Nürnberger Staatsoper ein. Dort hatte Zünd das ganze Opernhaus für sich alleine. Er war der Stargast. «Damit ging ein Traum in Erfüllung», erinnert er sich. Sein tiefst empfundenes Konzert war die Aufführung des deutschen Requiems von Johannes Brahms, das er oft mit seiner «leider allzu früh verstorbenen Frau und Pianistin Theresia Schmid» durchführte.

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