OBERRIET: Bergli-Projekt: Bald wird gerodet

An der Bürgerversammlung im April wurde das Projekt «Erlebnisraum Montlinger Bergli» gutgeheissen. Die Gemeinderäte Pascal Benz und Martin Stieger informierten kürzlich über den Stand der Dinge.

Cécile Alge
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Die beiden Gemeinderäte Martin Stieger (links) und Pascal Benz informierten beim neuen Holzsteg am Rande des Naturschutzgebiets Kolbenstein über den Stand des Projekts «Erlebnisraum Montlinger Bergli». (Bild: Cécile Alge)

Die beiden Gemeinderäte Martin Stieger (links) und Pascal Benz informierten beim neuen Holzsteg am Rande des Naturschutzgebiets Kolbenstein über den Stand des Projekts «Erlebnisraum Montlinger Bergli». (Bild: Cécile Alge)

Cécile Alge

Einige haben ihn vielleicht schon gesehen, den neuen Holzsteg beim Naturschutzgebiet Kolbenstein. Er ermöglicht einen ganzjährigen Besuch des Feuchtgebietes, das sich hinter dem Fussballplatz und der Schwinghalle am Fusse des Felses befindet. Der Steg ist nur eine von vielen Gestaltungsmassnahmen, die im Rahmen des Projekts «Erlebnisraum Montlinger Bergli» umgesetzt werden. Dieses wurde im April an der Oberrieter Bürgerversammlung mit einer Investition von einer Million Franken mit grosser Zustimmung gutgeheissen. Seither steht also fest, dass das Montlinger Bergli in seiner Gesamtheit ökologisch aufgewertet und attraktiver gestaltet wird.

Vor allem dem Erholungs­bedarf soll Rechnung getragen und dabei gleichzeitig die landschaftlichen Qualitäten optimal zum Ausdruck gebracht werden. Selbstverständlich werden die bestehenden Schönheiten geschützt und auch die Nachhaltigkeit gross geschrieben.

Aufbau weiterer Gestaltungspunkte

Umgesetzt wird neben dem oben erwähnten Holzsteg unter anderem ein Start-/Informationspunkt, eine Aussichtsplattform, eine Besucherlenkung sowie ein Einstichweg ins Naturschutzgebiet. Von einem ganzen Rundgang ist man beim Naturschutzgebiet abgekommen, damit die Ruhe gewährleistet bleibt. Im Weiteren soll der Stall auf dem Bergli neu erstellt werden, damit man ihn künftig als multifunktionaler Ausstellungsraum nutzen kann.

Primäre Funktion des Stalls ist, den Besuchern die Geschichte des Montlinger Berglis näherzubringen. In Zusammenarbeit mit dem Museumsverein wird die Innengestaltung des Raums umgesetzt (Modell Wall, Infos usw.).

Bewilligungsverfahren bis im Frühjahr abschliessen

Seit dem Frühjahr ist die Detailplanung nun im Gange und erste Arbeiten wurden auch schon ausgeführt. Allerdings hat die Öffentlichkeit nur teilweise etwas davon mitbekommen. Deshalb informierten die beiden Gemeinderäte Martin Stieger (auch Präsident der Naturschutzkommission der Gemeinde Oberriet) und Pascal Benz (auch Präsident des Projekts «Erlebnisraum Montlinger Bergli») dieser Tage über den Stand der Dinge. «Bald werden auf dem Bergli Rodungsarbeiten vorgenommen, damit im Frühjahr dann alles für den Aufbau der weiteren Gestaltungspunkte parat ist», teilte Pascal Benz mit. «Zudem finden über die Wintermonate noch diverse Besprechungen mit Archäologie- und Umweltverbänden statt. Diese werden genau über die geplanten Aufwertungsmassnahmen informiert, weil das Bergli über viel schützenswerte Pflanzen, Objekte und Gebäude verfügt», sagte Martin Stieger.

Ort für die Wegmarke bestimmt

So kann das Auflage- und Bau­bewilligungsverfahren bis zum Frühling abgeschlossen werden. Im Weiteren wurde soeben der Standort der Wegmarke des Balg­acher Künstlers Ivo Herrsche bestimmt. Es ist ein Kunstwerk, das als Siegerprojekt des Wett­bewerbs der Fachgruppe Siedlung und Landschaft des Vereins St. Galler Rheintal hervorgegangen ist. Die Idee dahinter: Im Rahmen des Projekts «Grünes Band» will die Fachgruppe Wanderer und Spaziergänger mit zehn, zwölf oder zwanzig Wegmarken auf besondere Schönheiten der Natur und der Landschaft entlang des Rheintaler Höhenweges oder in der Ebene aufmerksam machen. Das Siegerprojekt «Aussichtsfenster» von Ivo Herrsche besteht aus übereinandergetürmten Fenstern aus jeweils dem Standort angepassten Holzarten. Das oberste Fenster symbolisiert die Sonne, die blauen Hölzer das Wasser und die Grüntöne Wald und Wiesen. Durch die Fenster sieht man in alle Richtungen auf die landschaftlichen Perlen der Region. Im Frühling wird dann auf dem Montlinger Bergli richtig losgelegt. «Unser Ziel ist es, bis Ende 2018 das ganze Aufwertungsprojekt umgesetzt zu haben. Aber so wie es aussieht, werden wir das schaffen», geben sich die beiden Gemeinderäte zuversichtlich. Und bis dahin wird die Bevölkerung noch weitere Male über den Umsetzungsverlauf informiert.