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OBERRHEINTAL: Keine Rhoden mehr

Als letzter Akt der Eingemeindung der Inneren und der Äusseren Rhode in die Ortsgemeinde sagten die Ortsbürger am Montag Ja zur neuen Gemeindeordnung.
Max Tinner
55 Ortsbürger kamen an die Ortsbürgerversammlung im Saal der Eichberger «Sonne». Den neuen Verwaltungsrat wählten sie einstimmig. Der neuen Gemeindeordnung stimmten sie mit einzelnen Enthaltungen zu. (Bild: Max Tinner)

55 Ortsbürger kamen an die Ortsbürgerversammlung im Saal der Eichberger «Sonne». Den neuen Verwaltungsrat wählten sie einstimmig. Der neuen Gemeindeordnung stimmten sie mit einzelnen Enthaltungen zu. (Bild: Max Tinner)

OBERRHEINTAL. Letztes Jahr ist in Eichberg eine Neuordnung der ortsgemeindlichen Struktur angestossen worden. Bislang sah diese ähnlich aus wie in Altstätten, wo es nebst der Ortsgemeinde Rhoden gibt, oder wie in Oberriet mit dem Allgemeinen Hof und den Ortsgemeinden der Dorfschaften. Nebst der Ortsgemeinde Eichberg gibt es zwei Rhoden: die Innere Rhode, welche die Rhode des zu Eichberg gehörenden Teils von Hinterforst ist, und die Äussere Rhode auf der gegenüberliegenden Seite des Hochkapfs mit dem Dorf Eichberg.

Wiedervereinigung nach rund 500 Jahren

Laut dem Eichberger Buch von 1986 hatte sich Eichberg zu Beginn des 16. Jahrhunderts in diese beiden Rhoden aufgespalten. Nachdem im Frühling die beiden Rhodsversammlungen der Inkorporation in die Ortsgemeinde den Segen gegeben hatten, hiessen nun die Ortsbürger am Montag die neue Gemeindeordnung gut. Damit vereinigen sich die beiden Rhoden nach rund 500 Jahren wieder.

An der Versammlung wird nur noch offen abgestimmt

Bedauert wurde von Hans Obrist einzig, dass es künftig nicht mehr möglich sein wird, an der Ortsbürgerversammlung auf Verlangen hin eine geheime Abstimmung durchzuführen. Die neue Gemeindeordnung lässt es der Bürgerversammlung stattdessen offen, für umstrittene Geschäfte Urnenabstimmungen zu beschliessen – was aber viel aufwendiger und teurer sei, meinte Obrist. SVP-Kantonsrat Walter Freund hielt dem entgegen, dass die Rechte der Ortsbürger damit gewahrt blieben und eine Urnenabstimmung ja auch nicht die Welt koste.

Die Heirat mit den Rhoden bringt der Ortsgemeinde deren Güter als Mitgift ein. Von der Inneren Rhode sind dies die Alp Erlengschwend, die zum Teil auf Gaiser Boden liegt, und Wald darum herum sowie Wiesland im Buech ob Hinterforst. Die Äussere Rhode bringt die Siedlung Eichhof, den Werkhof mit Wohnung drüber im Süsswinkel, ein weiteres Wohnhaus, eine Wiese mit Stall dazu sowie die Alpen Rossberg (auf der Appenzeller Seite des Kamors), Feusen (am Hohen Hirschberg) sowie Grosser und Kleiner Riegel auf der Schwägalp in die Ehe ein.

Kaum mehr Verwaltungsräte gefunden

Ausgelöst worden ist die Neuordnung durch einen personellen Engpass, der sich in der Verwaltung der Inneren Rhode abgezeichnet hat. Statt für drei Körperschaften (für die beiden Rhoden und die Ortsgemeinde) werden künftig nur noch Verwaltungsräte und Rechnungsprüfer für die Ortsgemeinde benötigt.

Der Verwaltungsrat wird künftig noch aus drei Verwaltungsräten bestehen. Als Übergangsregelung für die ersten zwei Amtsdauern nach der Inkorporation der Rhoden (also bis 2024) besteht der Rat aber noch aus fünf Mitgliedern. Präsidiert wird er die nächsten vier Jahre von Christian Schlegel (Eichberg), dem bisherigen Präsidenten der Ortsgemeinde und der Äusseren Rhode. In den Rat gewählt wurden weiter Jürg Haltinner (Eichberg) und Ernst Fenk (Hinterforst), die ebenfalls dem Ortsverwaltungsrat bereits angehört hatten. Fenk war ausserdem Rhodmeister der Inneren Rhode. Neu in den Rat gewählt wurden Werner Walt (Eichberg) und Albert Haltiner (Eichberg).

Kassieramt und Aktuariat sind ausserhalb des Verwaltungsrats organisiert. Gemeinderatsschreiber Gregor Kaiser (Eichberg) übernimmt beides von Ruth Haltinner (Eichberg). In die Geschäftsprüfungskommission wurden Paul Walt (Hinterforst) sowie Roland Niederer und Guido Saxer (beide Eichberg) gewählt.

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