Oberlöwin 15: Monika Betschart

Anlässlich der Kriessner Vollgas-Fasnachtsparty wurde die aktive Kriessner Turnerin gekrönt. Die Inthronisierung war umrahmt von einem vielseitigen Unterhaltungskonzert und fasnächtlichem Treiben der feineren Art.

Max Pflüger
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Die Inthronisierung der Oberlöwin 2015, Monika Betschart, mit der Löwenschnitzelbank. (Bild: Max Pflüger)

Die Inthronisierung der Oberlöwin 2015, Monika Betschart, mit der Löwenschnitzelbank. (Bild: Max Pflüger)

KRIESSERN. Am Samstagabend ging es in Kriessern zur Sache: Die Musikgesellschaft hatte zu ihrer traditionellen Vollgas-Fasnacht geladen. Wiederum erwartete die zahlreichen, zum Teil selbst fasnächtlich maskierten Gäste der herrliche Mix aus Musikunterhaltung und Schnitzelbank-Abend. Und als es auf Mitternacht zuging, brachten die Oberrieter Törggabenglar die Fasnachtsstimmung auf den Siedepunkt.

Kette mit vielen kleinen Perlen

Der fasnächtliche Unterhaltungsabend der Musikgesellschaft Kriessern schenkte dem Publikum eine ganze Perlenkette musikalischer Höhepunkte. Immer neue Kleinformationen brachten Abwechslung ins Programm. Da war zum Beispiel das Jodelchörli, das das bekannte Lied «Uf de Bärge obe» von Strophe zu Strophe mit mehr Schwung bis hin zum Swing interpretierte. Und die fetzigen Stegreifler oder die Sängerin Helene Fischer, alias Angelika Frei, die mit «Atemlos» beim Publikum punktete.

Zwei Auftritte dürfen gewiss nicht unerwähnt bleiben: Da waren einmal die Tambouren, die mit dem eindrücklichen Werk «Stick» brillierten: begeisternde Rhythmen, geschlagen und gestampft mit den Füssen, einem überlangen Klangstab und einem Trommelschlegel. Das war Präzision in Perfektion. Und kein Fan des alten Jazz konnte seine Füsse still halten beim virtuos interpretierten «Basin Street Blues» der Kriessner Dixie-Kapelle.

Einer der jährlichen Höhepunkte des Fasnachtsabends war die feierliche Inthronisierung des in diesem Jahr wieder einmal weiblichen Oberlöwen. Monika Betschart wurde von den Majoretten aus dem Saal auf die Bühne geholt und als Oberlöwin eingekleidet.

In der Laudatio hiess es unter anderem: «Monika ist keine Unbekannte in der Kriessner Vereins- und Fasnachtsszene. Als ehemalige Musikantin ist es uns eine Ehre, sie im Kreise der Löwen zu begrüssen. Leider hat sie die Farbe gewechselt und hat sich mehr dem Stimmbandtraining im KTV gewidmet. Dabei dachten die Musikanten bisher immer, in den Turnvereinen wird geturnt und nicht gequatscht. Monika Betschart und ihr Mann sind natürlich auch den Löwen nicht unbemerkt geblieben. Es gab da noch heisse Diskussionen um die Vergabe, wer nun Oberlöwe werden sollte. Aus Rücksicht auf Kinder und Mann wurde nun entschieden.»

Narren bringen es an den Tag

Und dann waren da natürlich auch wieder die Narrenschriften, die Geschichten die Heinricha Johann ein Jahr lang zusammengewischt hat, und die gekonnt bebilderten Schnitzelbankverse der drei Löwen, die so herrlich von den Pleiten, dem Pech und den Pannen aus dem Alltag der braven Dorfgemeinschaft berichteten. Ein paar Müsterchen davon schliessen unseren Bericht ab:

«Da Graber Sepp schpringt als Messmer ii. – Da Pfarrer git umi da Messkelch voll Wii. – Da Sepp setzt gad zünftig zwomol aa, – git zrugg denn dä Wiikelch am Gottesmaa. – Dä blinzlet perplex, di ganz Kircha tscheggts oh: – Da Sepp hät am Pfarrer ko Tröpfli meh loh.»

«Alexandra Frei hat eine liebe Mama. Jeden Morgen stellt sie ihr das Znünibrot bereit. An einem Morgen ist das Znünibrot besonders gross und Alexandra denkt: Heut hat es Mama aber gut mit mir gemeint. Nur leider hat Alexandra nicht den Znüni, sondern die Rüeblitorte eingepackt.»

«Gili Lutz ist zügig mit dem Getu-Bus unterwegs. Damit er beim Blitzen nicht erkannt wird, lässt er zur Sicherheit das Kontrollschild zu Hause.»

«Daniel und Kurt Graber fliegen nach Amsterdam und nehmen nur Handgepäck mit. Eigentlich hätten sie gar kein Gepäck mitnehmen müssen, denn bei der Gepäckkontrolle wurde gleich die Hälfte wieder entsorgt. Duschgel, Rasierschaum, Bodylotion, alles flog in hohem Bogen in den Container.»

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