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OBEREGG/REUTE: Wanderfalke ist Vogel des Jahres

Kürzlich traf sich der Verein Natur- und Vogelschutz zur Hauptversammlung.

Im Anschluss an die HV des Vereins Natur- und Vogelschutz Oberegg-Reute zeigte und kommentierte Sepp Keller aus Herisau (Film «Auer Riet») einen seiner Filme, in dem er unterschiedliche Lebensräume der Ostschweiz dokumentierte. Sowohl Flach- und Hochmoore, Wälder und Hecken, Gewässer und alpine Lebensräume weisen eine erstaunliche Flora und Fauna auf. Sei es die geschickte Kürbisspinne, die diversen fleischfressenden Pflanzen, die fliegenzerlegenden Wasserläuse oder die Birkhahnbalz im Alviergebiet, die Natur ist spannender als ein Krimi, und so sind auch die verschiedenen Aktivitäten des Vereins immer wieder sehr interessant.

Geschwindigkeiten von bis zu 300 km/h

Wegen des rauen Winterwetters war die Beteiligung an der Hauptversammlung mit 32 Personen markant unter dem Durchschnitt. Traditionsgemäss wurde zuerst der Vogel des Jahres vorgestellt. 2018 ist es der Wanderfalke. Dieser Raubvogel hat einen charakteristischen Stossflug, dabei erreicht er Geschwindigkeiten von bis zu 300 km/h. Der Wanderfalke gilt als der schnellste Vogel der Welt. Präsident Damian Sonderegger führte zügig durch die Traktanden. Im Jahresrückblick konnte er von einem abwechslungsreichen Vereinsjahr berichten, mit einer Filmvorführung, einer Exkursion, einer Zwei-Tages-Reise ins benachbarte Oberschwaben, Wanderungen und von der Pflege der Weiher und den dem Verein anvertrauten Naturreservaten.

Die Belegung der momentan 106 Nistkästen betrug im letzten Jahr 70,8%. In diesem Zusammenhang informierte der Präsident über das Jahresprogramm 2018, das nebst zwei interessanten Wanderungen, der Weiher- und Heckenpflege auch die Digitalisierung der Kartografie der Nistkästenstandorte vorsieht.

Förderung der Artenvielfalt in Privatgärten

Infolge der Demissionierung von Cili Dörig als Aktuarin gab es eine Rochade in der Kommission. Hugo Marty wurde als neuer Aktuar gewählt und für ihn rückte Marcel Buff als Rechnungsrevisor nach. Zum Abschluss der offiziellen Hauptversammlung wurde aus den Reihen der Mitglieder ein Engagement des Vereins zur Förderung der Artenvielfalt in Privatgärten angeregt.

Interessierte stets willkommen

«Vogelgezwitscher statt Tweets» und «Birding als neues Trendhobby». Solche Überschriften konnte man kürzlich in der Tagespresse lesen. In diesem Sinne freut sich der Verein Natur- und Vogelschutz Oberegg-Reute auf Interessenten und bedankt sich gleichzeitig bei den treuen Mitgliedern für ihr Mitmachen bei Anlässen, ihren Einsatz bei der Arbeit in der Natur und ihre finanzielle und ideelle Unterstützung. (pd)

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