Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

OBEREGG: Schreckenstag vor 200 Jahren

Der 16. April 1817 ging als Tag des Schreckens in die Oberegger Geschichte ein, wurde doch die Kirche von einer verheerenden Feuersbrunst heimgesucht und eingeäschert. Brandursache war ein Blitzschlag.
Peter Eggenberger
Die 145 Jahre alte Oberegger Kirche gehört zu den markanten und vielfach bewunderten Bauwerken der Region. (Bild: Peter Eggenberger)

Die 145 Jahre alte Oberegger Kirche gehört zu den markanten und vielfach bewunderten Bauwerken der Region. (Bild: Peter Eggenberger)

Peter Eggenberger

1652 erlaubte der Rat von Appenzell den Bau einer Kirche in Oberegg, nachdem die Bevölkerung vorher Gottesdienste in verschiedenen Rheintaler Gemeinden zu besuchen hatte.

Schon bald nach dem Baubeginn stürzte im Juni 1654 der Turm wegen schlechter Fundamentierung und der Verwendung zu weicher Steine ein. Nach erheblichen Verzögerungen konnte die Kirche am 6. September 1657 eingeweiht werden.

Dorf blieb vom Feuer verschont

Vom Hungerjahr 1817 war auch die Oberegger Einwohnerschaft stark betroffen, die zudem den Brand der Kirche zu beklagen hatte. Glücklicherweise blieb das Dorf vom Feuer verschont. Sofort wurde der Wiederaufbau in die Wege geleitet, und 1820 konnte die neue Kirche ihrer Bestimmung übergeben werden.

Ab den 1850er-Jahren florierten in Oberegg die Stickerei und Weberei sowie das Hotel- und Gastgewerbe. Im Zuge der rasch wachsenden Bevölkerung erwies sich die Kirche von 1820 als zu klein, sodass 1868 der Bau ei­- nes neuen und grösseren Gotteshauses beschlossen wurde. 1870 wurden die entsprechenden Arbeiten aufgenommen, und 1872 erfolgte die Konsekration der neuen Kirche durch den St. Galler Bischof Dr. Carl Johann Greith. Heute ist die Kirche 145-jährig. Die gegen Westen orientierte Hauptfassade aus grauem Sandstein mit ihrem breiten Giebel, mit der Dreiteilung durch Wandpfeiler mit Evangelistenstatuen und dem breitgiebligen Portalvordach erinnert an oberitalienische Kirchen im Stil zwischen der Romantik und Gotik. Das markante Gebäude wurde 1969/71 und 1995/97 umfassenden Renovationen unterzogen. (Quelle: «Kunstdenkmäler des Kantons Appenzell Innerrhoden» von Rainald Fischer)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.