Oberegg
«Ich möchte mich nicht unter Druck setzen»: Skicrosser Marc Bischofberger startet verspätet in die Saison

Morgen Mittwoch startet Marc Bischofberger in die Weltcupsaison. Vorerst ist es ihm vor allem wichtig, wieder in einen Rennrhythmus zu kommen.

Yves Solenthaler
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Marc Bischofberger startet verspätet in die Saison.

Marc Bischofberger startet verspätet in die Saison.

Bild: Yves Solenthaler

Die Skicross-Elite hat im Dezember bereits vier Rennen bestritten, die der Vizeolympiasieger Marc Bischofberger wegen einer Schulterverletzung verpasste. Während Bischofbergers Kollegen die Rennpause mit Training auf der Reiteralm überbrückten, widmete er sich im Kraftraum und mit Physiotherapie der Genesung seiner linken Schulter.

Drei Weltcuprennen und die WM in Schweden

In Idre Fjäll wird die Saison mit drei Rennen fortgesetzt: Nach dem Sprint vom Mittwoch finden am Samstag und Sonntag zwei weitere Rennen in Mittelschweden statt, wohin die Skicrosser in nicht mal einem Monat zurückkehren: In Idre Fjäll wird am 13. Februar die Weltmeisterschaft ausgetragen, die ursprünglich in China vorgesehen war.

Ob der bald 30-jährige Oberegger dann wieder das Flugzeug nach Stockholm betritt, ist aber ungewiss: Bereits haben vier Schweizer (Ryan Regez, Alex Fiva, Jonas Lenherr und Joos Berry) die WM-Selektionskriterien erfüllt. «Um mich wieder in die Diskussion einzuschalten, brauche ich wohl einen Podestplatz», sagt Bischofberger. Unmöglich ist das nicht für einen, der schon acht Weltcup-Podestplätze geholt hat, darunter auch schon zwei zweite Plätze in Idre (2017 und 2018). Allerdings sind’s höchstens noch sechs Rennen bis zur WM, in denen auch die anderen Schweizer weiter punkten können. Marc Bischofberger sagt:

«Ich schreibe die WM nicht ab, möchte mich aber nicht unter Druck setzen. Vorerst ist es wichtig, wieder in den Rennrhythmus zu kommen.»

Markenkollegen fuhren aufs Weltcup-Podest

Seit Bischofbergers letztem Rennen – dem Sieg in Sunny Valley (Russland) – sind satte elf Monate vergangen, in denen er das Material gewechselt hat: Von Head zur im Skicross stark vertretenen slowenischen Firma Elan. Dass Bischofbergers neue Skis laufen, haben die ersten Weltcuprennen gezeigt; so siegte der Schwede David Moaberg in Arosa, und Teamkollege Regez fuhr mit dem auch von Bischofberger bevorzugten Modell zweimal aufs Podest.

Ob Marc Bischofberger in seinem 82.Weltcuprennen Ähnliches gelingt, zeigt SRFzwei am Mittwoch ab 12.55 Uhr.