Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

OBEREGG: Erinnerungen an zwei prominente Persönlichkeiten

Im appenzellischen Jahrbuch wird an Ständerat Armin Locher und Oberstbrigadier Jakob Eugster erinnert. Beide verstarben vor 50 Jahren.
Jakob Eugster, Oberauditor und Oberstbrigadier. (Bild: Bildrepro: P. Eggenberger)

Jakob Eugster, Oberauditor und Oberstbrigadier. (Bild: Bildrepro: P. Eggenberger)

Als jüngstes Kind von Johann und Magdalena Locher-Moser wuchs der 1897 geborene Armin im unmittelbaren Umfeld der damaligen Oberegger Brauerei auf. Als er erst ein Jahr alt war, verstarb sein Vater. Nach bestandener Matura an der Kantonsschule St. Gallen betätigte er sich als Kaufmann im Dienste der St. Galler Stickereiexportfirma Hufenus, die er drei Jahre lang in New York repräsentierte. Später trat er in die elterliche Brauerei in Oberegg ein.

Wahl zum Zeugherrn

1927 verheiratete er sich mit Helena Frei, die ihm drei Söhne und eine Tochter schenkte. Ebenfalls 1927 wurde er in den Bezirksrat gewählt, den er ab 1930 sieben Jahre lang als regierender Hauptmann präsidierte. 1937 wurde er von der Innerrhoder Landsgemeinde zum Zeugherrn und gleichzeitig auch als Ständerat gewählt. Im Militär erreichte er den Rang eines Obersten. Anfang Dezember 1954 erfolgte seine Wahl zum Präsidenten des Ständerats, womit erstmals ein Innerrhoder dieses hohe Amt bekleidete.

Tierarzt und Jurist

1882 geboren, wuchs Jakob Eugster in den Weilern Hirschberg, Hof und Sulzbach als Sohn eines Zimmermanns auf. Nach bestandener Matura studierte er in Zürich Veterinärmedizin. Weil ihn aber die tierärztliche Betätigung nicht befriedigte, studierte er ab 1909 Jurisprudenz. Nach dem Studienabschluss und verschiedenen Stellen als Rechts­anwalt liess er sich 1927 zum Staatsanwalt des Kantons Zürich wählen. In diesem Amt wirkte er bis zur Pensionierung im Jahre 1947.

Oberauditor der Schweizer Armee

Von Eugsters akademischer Ausbildungen profitierte auch das Militär. Wirkte er vorerst als Veterinäroffizier, so diente er anschliessend in der Militärjustiz. 1941 wurde er zum Oberauditor der Schweizer Armee ernannt, und 1950 erfolgte die Beförderung zum Oberstbrigadier. Zeitlebens kümmerte sich der ledig gebliebene, mit drei Doktortiteln ausgezeichnete Jakob Eugster um seine Mutter, die 1956 im hohen Alter von 97 Jahren in der Oberegger Wies verstarb.

Heimweh nach Oberegg

Auch nach ihrem Tod weilte er gerne in seinem Heimatdorf, und hier wollte auch er die letzte Ruhe finden. Sein Wunsch ging in Erfüllung, und die Uniform des ranghöchsten Inner­rhoder Offiziers wurde dem Heimatmuseum Appenzell übergeben. (pd)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.