Nostalgietheater in Startlöchern

BALGACH. Letzte Woche fand im Schulhaus Berg das erste Treffen der Schauspielerinnen und Schauspieler des Nostalgietheaters statt. Die 25 Rollen für das neue Dialektmusical «Nach em Räge schint d'Sunne» sind verteilt.

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Beschwingter Auftakt beim Kick-off des Nostalgietheaters: Unter anderem wurden die tänzerischen Fähigkeiten der Schauspieler getestet. (Bild: pd)

Beschwingter Auftakt beim Kick-off des Nostalgietheaters: Unter anderem wurden die tänzerischen Fähigkeiten der Schauspieler getestet. (Bild: pd)

Für viele war es ein herzliches Wiedersehen. Es wurde umarmt, geküsst, gelacht. Die Neuen wurden begrüsst. Die Gesichter verrieten freudige Erwartung auf zukünftige Aufgaben.

Hoher Bearbeitungsaufwand

Regisseur Willy Hutter begrüsste die Anwesenden und berichtete über die aufwändige Bearbeitung, die nötig war, bis das Stück seinen Vorstellungen entsprach. Manchmal sei es schwierig gewesen, für eine vorgegebene Figur die perfekt passende Person zu finden, sagte Hutter.

So hätte er einige Rollen «neu interpretieren» müssen. Und da die 25 Personen 60 Figuren spielen, gab es auch logistische Herausforderungen zu meistern. Weil von «Nach em Räge schint d'Sunne» nur einfaches Notenmaterial existiert, musste Hutter die über 30 Musikstücke speziell bearbeiten lassen.

Arrangeur und Chorleiter René Reiter hat die mehrstimmigen Gesangssätze geschrieben. Für das Setzen der Orchesterstimmen und die musikalische Leitung konnte der bekannte Akkordeonist Goran Kovacevic gewonnen werden. Das Nostalgietheater wird an der Premiere vom 7. Oktober 2016 Artur Beuls Kompositionen in einer eigenen Fassung präsentieren können.

Drei Posten zur Einteilung

Nach einer Vorstellungsrunde erhielten die Teilnehmenden vom Regisseur die Textbücher und das Notenmaterial. Drei verschiedene Posten galt es nun anzulaufen. Im Gemeinschaftsraum testete Choreografin Esther Götti zusammen mit ihrer Tochter Dana die tänzerischen Fähigkeiten der Schauspielerinnen und Schauspieler. Sie machten Videoaufnahmen, um später die passenden Tanzpaare und -gruppen für die Showeinlagen zusammenzustellen.

In einem andern Zimmer überprüfte René Reiter den Stimmumfang der Sängerinnen und Sänger und teilte sie für jedes Lied der passenden Stimmgruppe zu. Zum ersten Mal gibt es individuelle Tondateien, dass alle ihren Gesangspart auch zu Hause üben können.

Schneiderinnen mit Massarbeit

Im Gang warteten die erfahrenen Theaterschneiderinnen Brigitte Hangartner und Helen Eicher, um alle Mitglieder auszumessen und zu fotografieren. Schliesslich sollen die Kostüme perfekt passen.

Das Projekt startet im Januar mit Gesangsproben. Ab März wird dann bereits in den Kulissen geprobt. Bühnenbauer Jakob Oehler wird bis dann mit seinem Team das aufwändige Bühnenbild zumindest im Rohbau fertiggestellt haben. (pd)

www.nostalgietheater.ch