Noch vier Wochen Tempo 80

RHEINECK/ST. MARGRETHEN. Seit Freitag ist die Hitzewelle vorbei. Auf der Autobahn A1 zwischen Rheineck und St. Margrethen gilt jedoch weiterhin Tempo 80 – wegen der Vorarbeiten zur Autobahnsanierung, die kürzlich begonnen haben.

Drucken
Teilen
Die Autobahn ist auf einem Teilstück in Richtung Rheineck derzeit nur einspurig befahrbar. (Bild: Gert Bruderer)

Die Autobahn ist auf einem Teilstück in Richtung Rheineck derzeit nur einspurig befahrbar. (Bild: Gert Bruderer)

In den letzten Wochen hob sich wegen der Hitze auf dem Autobahn-Abschnitt zwischen Rheineck und St. Margrethen an einigen Stellen der Asphalt. Schuld an den sogenannten Blow-ups sind die Betonelemente, die Anfang der 1960er-Jahre als Belag der Autobahn dienten. Später wurde ein Deckbelag darübergelegt, was nun zur Folge hat, dass sich bei hohen Temperaturen die Kanten der Betonelemente verschieben und es zu vulkanähnlichen Wölbungen im Asphalt kommt.

Vom 2. bis 10. sowie vom 15. bis 22. Juli war auf dem betroffenen Autobahnabschnitt deshalb Tempo 80 geboten. Auch am 5. August wurde das Tempolimit gesenkt – und bis heute nicht mehr erhöht, obwohl die Hitzewelle seit Freitag vorbei ist.

Entfernt wird die Signalisation erst Mitte September. Nicht wegen drohender Blow-ups, sondern wegen der Vorarbeiten zur Autobahnsanierung, die kürzlich begonnen haben. Deshalb ist derzeit auch ein Teil des Abschnitts in Richtung Rheineck nur einspurig befahrbar.

Vorarbeiten bis Ende 2015

Zu den Vorbereitungsarbeiten gehört der Abbruch der alten Zollbrücke St. Margrethen–Höchst. Bereits vergangenes Wochenende wurde die provisorische Hilfsbrücke erstellt. Im Bereich der künftigen Baustelle auf der Hauptachse werden ausserdem Notzufahrten und Nothaltebuchten errichtet sowie Arbeiten für die Verkehrsführung während der Hauptbauphase ausgeführt. Auf der gesamten Baustellenlänge werden die provisorischen Kabelanlagen für Nationalstrassentelefon, Lichtwellenleiter und Starkstrom verlegt sowie die bestehenden Notrufsäulen durch Standort-unabhängige Notrufsäulen ersetzt.

Wie das Bundesamt für Strassen (Astra) mitteilt, soll man ab Mitte September wieder 120 km/h fahren dürfen. Die nachfolgenden Vorbereitungsarbeiten, die bis Ende Jahr dauern, beeinträchtigen das Geschehen auf der Strasse nicht massgeblich.

Sanierung bis Ende 2017

Die Hauptarbeiten beginnen gemäss aktueller Planung Anfang 2016 – vorbehalten sind finanztechnische und politische Entscheidungen. Bei Baubeginn im nächsten Jahr dürfte die Erneuerung voraussichtlich Ende 2017 abgeschlossen sein. Der 8,3 Kilometer lange Autobahnabschnitt der A1 muss umfassend saniert werden: Das Astra setzt neben der Fahrbahn auch das Entwässerungssystem sowie Kunstbauten (Brücken, Unter- und Überführungen) instand. Ein weiteres Kernstück des Projekts bildet die Erneuerung und der teilweise Ausbau der Lärmschutzbauten auf der gesamten Strecke. (seh/pd)

Aktuelle Nachrichten