Noch einmal glühten die Ballone

WIDNAU. Am Samstagnachmittag und -abend hatten die Ballonfahrer Glück. Dank trockenem und warmem Wetter konnten sie ihr Programm uneingeschränkt durchführen. Das Publikum kam zu Hunderten und das Gebotene gefiel ihm.

Max Pflüger
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Spektakuläre Kulisse: Der Superpuma vor den zum Massenstart bereiten Ballonen. Ballonsport im Umfeld des faszinierenden Rahmenprogramms. (Bilder: Max Pflüger)

Spektakuläre Kulisse: Der Superpuma vor den zum Massenstart bereiten Ballonen. Ballonsport im Umfeld des faszinierenden Rahmenprogramms. (Bilder: Max Pflüger)

Vom Wettergott nicht verwöhnt waren die Ballonfahrer am 4. Internationalen Ballontagen im Rahmen des Viscose open: Nur am Freitagabend sowie am Samstagnachmittag und -abend konnte das Programm wunschgemäss durchgeführt werden. Die Ballonfahrer sind aber trotzdem zufrieden. Gerade der Samstag war gelungen und kam bei den überaus zahlreichen Besuchern gut an. Das nächtliche Ballonglühen konnte nach dem Freitagabend am Samstag sogar ein zweites Mal aufgeführt werden.

Die deutsche Berufsmeteorologin und selbst Ballonpilotin Heidi Schmid fasste es zusammen: «Zum Glück konnten wenigstens zwei Ballonfahrten angesetzt und das Ballonglühen durchgeführt werden. Im Juni war ich an einem zehntägigen Ballon-Meeting in Kiel. Sämtliche Fahrten und der fünfmal angesetzte Night Glow fielen ins Wasser, alles musste abgesagt werden.» Ballonfahren ist nun einmal einfach von den Wetterverhältnissen abhängig.

Die beiden Fahrten vom Freitag- und Samstagabend boten dann aber spektakuläre Bilder. Nadja Manser-Nussbaumer absolvierte zum Beispiel den Jungfernflug des brandneuen N-R-G-Ballons und nahm bei der zweiten Fahrt Marcel Schuster als Passagier mit. Hoch oben sprang der aus dem Korb und landete zielsicher im Festgelände. Marcel Schuster ist Schweizer Meister im Fallschirmspringen.

Das Rahmenprogramm, das die Ballonfahrer für den Samstagnachmittag zusammengestellt hatten, bot eine Vielzahl aviatischer Leckerbissen. Von Drachen über Modellballonen und Modellhelikoptern bis hin zum «Ganz-Grossen», dem Superpuma der Armee, gab es viel zum Bestaunen, zu erfahren und zu lernen. Einzig der Rega-Helikopter konnte nicht lange auf dem Gelände verweilen. Nach knapp einer Stunde kam der Alarm, und innert Minuten war der Heli startklar und flog zu einem Einsatz.

Ein sonderbares Luftfahrzeug führte OK-Präsident Andreas Frank vor: unter einer Ballonhülle hing anstelle des Korbes eine Sitzbank, ähnlich der eines Zweier-Sessellifts. Auf diesem «heissen Stuhl» kann der Ballonpilot einen Fahrgast mitnehmen.

Auch für die Kinder war der Besuch attraktiv. Sie konnten im Hüpfburg-Helikopter der Rega und in einer aufgeblasenen alten Heissluftballon-Hülle herumturnen. Und die gelben Luftballone zur Teilnahme am Flugwettbewerb waren gegen Abend aufgebraucht. Es wurde Ersatz beschafft. Bereits verraten werden konnten die Gewinner des Kindergarten-Zeichenwettbewerbs. Die fünfköpfige Jury, unter anderen mit dem Rheintaler Künstler Küfas, wählte unter den 56 tollen, bunten Ballonbildern folgende Sieger aus: 1. Xhelil Reci, 2. Yigün Tuana und 3. Elena Momic.

Zahlreiche Besucher blickten einmal in den Rega-Heli.

Zahlreiche Besucher blickten einmal in den Rega-Heli.

Zu Hunderten schickten die Kinder gelbe Ballone in den Himmel.

Zu Hunderten schickten die Kinder gelbe Ballone in den Himmel.

Das Rahmenprogramm der Ballontage begeisterte das Publikum.

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Betrieb im Hüpfburg-Heli.

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Wendige Helikopter- und Multikopter: Der Modellflugverein Marbach gab Einblick in dieses Hobby.

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