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Niemand will Präsident der katholischen Kirchgemeinde Rheineck werden

Bis Freitag, 28. Juni, mussten die katholischen Kirchgemeinden jene Kandidaten nominieren, deren Namen auf den Wahlzetteln am 8. September stehen sollen. Ein Präsident fehlt auf jenem im Städtli.
Monika von der Linden
Gegenlicht: Das Präsidium der Katholischen Kirchgemeinde Rheineck ist nicht attraktiv. (Bild: Monika von der Linden)

Gegenlicht: Das Präsidium der Katholischen Kirchgemeinde Rheineck ist nicht attraktiv. (Bild: Monika von der Linden)

Es war absehbar, dass die katholische Kirchgemeinde keinen Präsidentschaftskandidaten würde nominieren können. Intensiv nach einem Kandidaten oder einer Kandidatin gesucht hatte der Kirchenverwaltungsrat bereits seit Herbst 2017. Damals hatte Hans Schmidt nach zwei Jahren im Amt bekannt gegeben, dass er zur Kirchbürgerversammlung im Jahr 2018 das Präsidialamt wieder abgeben werde.

Das Präsidium blieb vakant – nach der Versammlung 2018 und nach der Versammlung 2019. Auch jetzt, vor den Gesamterneuerungswahlen am 8. September, will niemand die Verantwortung für die katholische Kirchgemeinde übernehmen. Der Verwaltungsrat hatte zwar mehrere Personen direkt angefragt, aber alle lehnten ab. Othmar Gerschwiler sagt:

«Es bedrückt mich ein wenig, dass es so wenig Menschen gibt, die den Elan aufbringen und sich zur Wahl stellen.»

Er war im Frühling 2018 vom Administrationsrat als Kurator eingesetzt worden. Er übernahm die Aufgabe, die Kirchgemeinde bis Ende der Legislatur zu verwalten sowie für sämtliche Sitze im Rat Kandidierende zu finden.

Präsidentenwahl bleibt möglich

Kandidierende für die Räte zu finden, ist dem Kurator gelungen. Nicht aber für das Präsidium. Das wird nach heutigem Stand in der neuen Legislatur (2020 – 2023) nicht besetzt sein. Sollte sich kein Präsident oder keine Präsidentin finden, muss sich die katholische Kirchgemeinde mit einer möglichen Fusion mit Thal befassen (siehe «Wer rettet die Autonomie?» in der Ausgabe vom 5. März).

«Mit dieser Entwicklung steuern wir auf eine Zentralisierung zu. Es bestimmen immer weniger über immer mehr Menschen», sagt Othmar Gerschwiler. Wohnte er in Rheineck, könnte sich der Kurator durchaus vorstellen, die Kirchgemeinde als Präsident zu führen.

Obwohl am Wahltag kein Name eines potenziellen Präsidenten auf dem Wahlzettel zu lesen ist, vermag die Gemeinde es doch noch, jemanden zu wählen. Die Stimmbürger können von Hand einen Namen eintragen. Weil es keinen Amtszwang gibt, bleibt demjenigen, der die absolute Mehrheit erreichen würde, vorbehalten, die Wahl anzunehmen oder nicht.

Eine weitere Chance bietet der zweite Wahlgang am 3. November. Es genügt die einfache Mehrheit. Sollte sich dann exakt ein Kandidat finden und dieser fünfzehn Unterschriften vorweisen, gäbe es eine stille Wahl.

Kandidatenliste der übrigen Gremien

Für die Gesamterneuerungswahlen der Räte vom 8. September stellen sich folgende Personen zur Verfügung. Sie sind alle nominiert worden:

In den Kirchenverwaltungsrat:

  • Christian Borer (bisher)
  • Jürg Eugster (neu)
  • Astrid Imper (neu)
  • Boris Schmid (neu)

Zurücktreten werden:

  • Nicolaus Cadalbert
  • Angelo Crescenti
  • Petra Rohner: Sie ist zur Pfarreisekretärin gewählt worden und tritt deshalb nicht zur Wiederwahl an.

In die Geschäftsprüfungskommission

  • Marc Dux (bisher)
  • Beatrice Guadagnini (bisher)
  • Ivo Oesch (neu)
  • Zurücktreten wird Erika Hager.

Als Mitglied des katholischen Kollegiums tritt Beda Hässig (bisher) an.

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