Niederlagen in Vorarlberg

Sowohl Altach als auch Lustenau verloren am Wochenende ihre Spiele. Für Lustenau wird's brenzlig.

Remo Zollinger
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VORARLBERGER FUSSBALL. Altachs Europacup-Kampf wird nach dieser Runde nochmals eng. Im Kampf um einen Europacup-Platz wurde ein empfindlicher Rückschlag eingesteckt. Rheindorf Altach verlor bei Wolfsberg mit 0:2. Auch die Austria Lustenau verlor, sie unterlag dem Lask mit 1:2.

Spannender Abstiegskampf

Die Vorarlberger Teams befanden sich in letzter Zeit in guter Form, mussten am Wochenende aber herbe Rückschläge hinnehmen. Während dies bei Altach nicht so tragisch ist – der Europacup ist ja nicht das erklärte Saisonziel der Canadi-Elf –, spitzt sich für Lustenau die Lage wieder enorm zu.

Denn die Niederlage gegen den Linzer ASK wiegt schwer: Man ist zwar weiterhin auf dem fünften Rang klassiert, hat aber nur drei Punkte mehr als der Tabellenletzte. Konkret sieht das so aus: Lustenau und Innsbruck haben 37 Punkte, Floridsdorf und St. Pölten 36, Horn und Hartberg 34. Ein solch spannender Abstiegskampf hat diese Liga schon länger nicht mehr erlebt.

Den Start komplett verschlafen

Die Linzer sind nicht gerade der Lieblingsgegner der Austria: In vier Spielen gegen den Lask holte sie keinen einzigen Zähler. Diesmal verschliefen die Vorarlberger den Start komplett. Nach sechs Minuten traf Neuhold zum 1:0, drei Zeigerumdrehungen später erhöhte Templ auf 2:0. Dies war zwar noch keine Vorentscheidung, aber doch eine grosse Hypothek und eine Stimmungsbremse für die 4500 Zuschauer im Reichshofstadion. Lustenau kämpfte in der Folge wacker, kam aber viel zu spät zum Torerfolg: Erst in der Nachspielzeit verkürzte Kobleder auf 1:2. Es blieb das einzige Lustenauer Erfolgserlebnis.

Direktem Konkurrent unterlegen

Eine Spielklasse höher versucht Altach derzeit, sich für das europäische Geschäft zu qualifizieren. Die Canadi-Elf duelliert sich primär mit dem Tabellenfünften aus Wolfsberg um diesen Platz an der Sonne, unterlag aber just den Kärntnern am Samstag mit 0:2. Altach hat weiterhin drei Punkte mehr als der WAC, muss sich aber nochmals sputen, um den Traum «Europa» zu erreichen. Es wird allerdings alles andere als einfach: Die nächsten Gegner belegen die Ränge eins (Salzburg) und zwei (Rapid Wien) der Bundesliga.

Eine verdiente Niederlage

Im Lavanttal waren die Gastgeber die klar bessere Mannschaft. Sie suchten den Sieg mit mehr Konsequenz und profitierten schliesslich auch vom Ausschluss des Altacher Verteidigers Alexander Pöllhuber. In Überzahl fuhren sie einen Angriff nach dem anderen, was dann gegen Ende der Partie auch zum Erfolg führte: Silvio traf in der 72. Minute zum 1:0. Danach kam es wie so oft: Altach musste die Räume öffnen und mehr riskieren. Der Gegner konterte geschickt, und Trdina gelang in der 93. Minute so noch das späte 2:0.

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