Niederlage trotz 2:0-Führung

Der FC Diepoldsau-Schmitter bleibt in dieser Saison ohne Heimsieg: Gegen die Spielvereinigung Schaffhausen führten die Rheininsler zur Pause mit zwei Toren, liessen dann aber nach und verloren noch mit 2:3.

Roland Stähli
Drucken
Teilen
Bujar Thaqi (am Ball) erzielte sein sechstes Saisontor für Diepoldsau-Schmitter, das wegen eines Einbruchs nach der Pause aber wieder nicht zu einem Heimsieg kam. (Bild: Raffael Zanoni)

Bujar Thaqi (am Ball) erzielte sein sechstes Saisontor für Diepoldsau-Schmitter, das wegen eines Einbruchs nach der Pause aber wieder nicht zu einem Heimsieg kam. (Bild: Raffael Zanoni)

FUSSBALL. Nach einer ansprechenden ersten Halbzeit vergab der FC Diepoldsau-Schmitter gegen die SV Schaffhausen den sicher geglaubten Sieg durch starkes Nachlassen in der zweiten Spielhälfte. Das Heimteam verlor nach dem Seitenwechsel die spielerische Orientierung, was dem routinierten und abgeklärten Schaffhausen letztlich zum 3:2-Sieg verhalf.

Geglückter Auftakt

Die Rheininsler bewiesen von Beginn an, dass sie gewillt waren, nach zuletzt vier Spielen ohne Niederlage endlich den ersten Heimsieg der Saison einzufahren. Sie betrieben ein intensives Forechecking und setzten die Gäste dadurch unter Druck. Bereits in der sechsten Minute kam Diepoldsaus Marku, nach Vorarbeit von Ratz, in aussichtsreicher Position im Gäste-Strafraum zum Abschluss, traf den Ball aber nicht wunschgemäss, so dass er zu einer leichten Beute für Schaffhausens Keeper Hollecker wurde. Die nächste gute Gelegenheit liess aber nicht lange auf sich warten, denn in der 13. Minute ergatterte Bujar Thaqi nach einem Abpraller das Leder, entwischte seinem Bewacher und schoss platziert in die rechte Torecke zum 1:0 ein.

Auch nach der Führung diktierte Diepoldsau das Spiel und konnte nur fünf Minuten später auf 2:0 erhöhen: Nach einer Flanke von Ratz lenkte Marku den Ball per Kopf auf das Schaffhauser Tor. Torhüter Hollecker kam nur noch mit den Fingerspitzen an den Ball und musste schliesslich zusehen, wie das Spielgerät ins Tor rollte. Nur kurze Zeit später wäre Schaffhausen beinahe der Anschlusstreffer gelungen; Müller kam im Diepoldsauer Strafraum zum Abschluss, setzte das Leder aber an den Torpfosten. Dies war aber auch schon alles, was die Gäste offensiv zu bieten hatten. Diepoldsau hatte das Spiel unter Kontrolle und die starke Hintermannschaft die gegnerischen Angreifer jederzeit im Griff. In dieser Phase hätte Diepoldsau sogar noch das 3:0 erzielen müssen. Nach einer Freistossflanke von Morina kam Philipp Meyer aus kurzer Distanz zum Abschluss, zielte aber neben das Tor, womit es mit einer 2:0-Führung in die Pause ging.

Diepoldsau gerät von der Rolle

Kurz nach dem Seitenwechsel vergab Diepoldsau eine weitere sehr gute Chance zur Vorentscheidung. Nach einer Vorlage von Garci missglückte Marku im Strafraum der Abschluss, wodurch Torhüter Hollecker den Ball mühelos festhalten konnte. Mehr Treffsicherheit bewies Schaffhausens Portmann in der 56. Minute, als er einen Befreiungsschlag von Diepoldsaus Torhüter Kloser stoppte und den Ball direkt mit einem Lob über Kloser im Tor versenkte.

Danach verlor Diepoldsau den roten Faden, und das routinierte Schaffhausen übernahm nun das Zepter auf der Rheinauen. In der 62. Minute wusste Schaffhausen einen Ballverlust der Rheininsler im Mittelfeld zu nutzen und lancierte einen Konter. Den Schuss von Lettieri konnte Torhüter Kloser noch parieren, musste sich beim Nachschuss von Müller aber geschlagen geben. In der 75. Minute setzten die Gäste noch einen drauf: Nach einem weiteren Konter liess der wirblige Le Bigonsan Kloser aussteigen und markierte das 3:2. In der Schlussviertelstunde bäumte sich Diepoldsau nochmals auf und suchte den Ausgleich mit der Brechstange zu erzwingen, denn spielerisch passte nun nicht mehr viel zusammen. Schaffhausen verwaltete den Vorsprung aber routiniert und liess sich den Sieg nicht mehr nehmen.

Nächstes Mal 90 Minuten

Im nächsten wichtigen Spiel gegen Seuzach muss Diepoldsau an die Leistung in der ersten Halbzeit anknüpfen, sein Spiel aber diesmal über 90 Minuten durchziehen.

Aktuelle Nachrichten