Nie selbst bauen wollen

Betr. Teilrevision Zonenplan Ottersbach, St. Margrethen, bzw. Zeitungsbericht vom 13. Januar

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Betr. Teilrevision Zonenplan Ottersbach, St. Margrethen, bzw. Zeitungsbericht vom 13. Januar

An der Gemeindeversammlung vom 12. Januar zitierte die Grundeigentümerin falsch aus einem Anwaltsbrief der Umzonungsgegner, woraus man den Schluss ziehen könnte, es gehe einem Teil der aktiven Gegner weniger um Natur, Siedlungspolitik und Fruchtfolgeflächen als vielmehr um eigene Überbauungspläne bzw. Baulandreserven.

Diese Anschuldigung weisen wir entschieden zurück, denn zu keinem Zeitpunkt hatten wir die Absicht, selbst zu bauen. Beim erwähnten Bauland der Eigentümerin handelt es sich um Land, welches sich zu etwa 75% in der Landwirtschaftszone als Fruchtfolgefläche befindet. Für das angebliche Bauvorhaben hätten wir das Einverständnis der Grundeigentümerin benötigt oder das Land erwerben müssen. Obwohl wir das Vorkaufsrecht erworben haben, beabsichtigen wir nicht in der Fruchtfolgefläche zu bauen, sondern dachten an Baulandreserve (in der Zone WG4) im vorderen Teil, für die Firma. Das Vorkaufsrecht sollte dazu dienen, den ungünstigen Grenzverlauf in der bestehenden Zone WG4 zu korrigieren.

Ohne das Entgegenkommen oder die Gesprächsbereitschaft der Grundeigentümerin führte die von ihr geplante massive Überbauung zur Einsprache. Zusammen mit andern Personen waren wir selbst aktiv an der Unterschriftensammlung beteiligt.

Alle Tatsachen widersprechen eindeutig den an uns gerichteten Vorwürfen und entbehren jeglicher Logik.

Weiterhin unterstützen wir die Argumentation von Frau Grünenfelder, wie sie an der Bürgerinformation vorgetragen wurde. Wir sind überzeugt, dass die Fruchtfolgefläche erhalten bleiben soll, der Bedarf an zusätzlichen Wohnungen, angesichts der vielen Neubauten, fraglich ist, dass dieses Projekt die Zersiedelung unterstützt und somit das Zentrum schwächt und dass das zusätzliche Verkehrsaufkommen im ökologischen Widerspruch zu den Minergiewohnungen steht. Aus diesen und weiteren Gründen ist die Zonenplanänderung abzulehnen.

Brigitte und Kurt Künzler

Hauptstr. 188, St. Margrethen