Nicht alte Ware gebracht

OBERRIET. Am frühen Donnerstagabend fand vor der Scheune des Museums Rothus die Vernissage der Schule Kobelwald statt. Eine Fülle von kreativem Schaffen wird präsentiert.

Rösli Zeller
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Lehrer Stefan Ammann mit seinen Dritt- und Viertklässlern umrahmte die Eröffnung «Schule Kobelwald im Museum». (Bild: Rösli Zeller)

Lehrer Stefan Ammann mit seinen Dritt- und Viertklässlern umrahmte die Eröffnung «Schule Kobelwald im Museum». (Bild: Rösli Zeller)

Die Vernissage stiess auf grosses Interesse. Alle Generationen, vom kleinen Kind bis zu Grosseltern, waren gekommen, um die Ausstellung zu besichtigen und den Schülern Ehre zu erweisen. Was sie, vom Kindergarten bis zur 6. Klasse, zum Thema «Rund ums Wohnen» in den Lektionen der Begabungsförderung «Knacknuss» geschaffen haben, zeugt von grossem Ideenreichtum, handwerklichem Geschick und Freude am Lernen.

Altes und die junge Generation

Mit der Ausstellung hat die Schule Kobelwald Leben in die alten Gebäude gebracht. Mit ihr werde das Museum bei den Schülern bekannter gemacht und zu ihm auch Verbindungen hergestellt, führte Präsident Alfons Ammann in der Vernissagerede aus. Er hat feststellen müssen, dass es in der Gemeinde Oberriet Oberstufenschüler gibt, die nicht wissen, wo sich das Museum befindet. Die Kobelwälder Kinder gehören nicht dazu, sie waren bei der Vernissage sehr gut vertreten. Sie haben keine alte Ware, sondern ihre eigenen Werke, Plakate, Fotografien, Zeichnungen, Gebasteltes und Geschreinertes in den Lektionen der Begabungsförderung geschaffen. Die Dritt- und Viertklässler mit ihrem Lehrer Stefan Ammann umrahmten die Eröffnung mit Liedern und erzählten, was sie alle in den besonderen Lektionen gemacht haben. Die verschiedensten Werke der 1.- bis 6.-Klässler sind in der Scheune, jene der Kindergartenklassen im «Rothus» ausgestellt. Die Ausstellung kann bis 24. Mai besichtigt werden.

Bewahrer und zukunftweisend

Ein Museum soll Hüter der Vergangenheit sein, es müsse aber auch eine Zukunft haben. Wie die Vernissage zeigte, kann ein Museum auch Kinder hell begeistern. Was die Mädchen und Buben geschaffen und ausgestellt haben, aber auch mit welcher Freude sie bei der Vernissage aktiv waren, ist ein wunderbarer Beweis dafür. Ein Schüler sagte: «Für uns ist es eine besondere Ehre, hier ausstellen zu dürfen und dafür danken wir.»

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