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Neujahrskonzert könnte Schlusspunkt sein

Kürzlich hielt der Verein Konzerte in der Kirche (KIK) im Restaurant Säntis seine Hauptversammlung ab. Das Präsidium konnte nicht neu besetzt werden.
Präsident Tim Haas (links) wird gebührend verabschiedet. (Bild: Rolf Rechsteiner)

Präsident Tim Haas (links) wird gebührend verabschiedet. (Bild: Rolf Rechsteiner)

Das Debakel hatte sich schon im Vorfeld abgezeichnet und ist nun Wirklichkeit geworden: Der KIK wird den Konzertbetrieb am 1. Januar 2017 mit dem Neujahrskonzert voraussichtlich beenden und den definitiven Ausstieg in die Wege leiten. Aufgrund des reduzierten Angebots per 2017 wird der Jahresbeitrag auf 20 Franken reduziert, denn für die letzte Hauptversammlung, die befugt ist, den Verein aufzulösen, muss das Feld der Stimmberechtigten exakt eruiert werden können. Wer den Jahresbeitrag 2017 leistet, ist dabei.

Verwendung des vorhandenen Kapitals

Der KIK verfügt über ein Vereinsvermögen von 54 000 Franken (Stand September 2016). Gemäss Statuten muss es im Falle der Vereinsauflösung bei der Kirchgemeinde Oberegg deponiert werden. In der Diskussion wurde klar, dass die Formulierung des entsprechenden Art. 14 unerwünschten Interpretationsspielraum lässt. Es heisst dort wörtlich, allenfalls vorhandenes Vereinsvermögen und anderes Besitztum seien der Kirchenverwaltung «zur Aufhebung und Verwaltung zu übergeben, bis es einem in Art. 2 umschriebenen Zweck wieder zugewiesen werden kann». Letzterer schreibt fest, dass Konzerte zu organisieren sind, bei denen in der Regel die Orgel zu erklingen hat. Wie Kirchenpräsident Daniel Breu ausführte, wünscht sich die «Nachlasswalterin» ein Reglement, das die weitere Verwendung der Mittel präzise umschreibt. Ob vorher eine Statutenanpassung nötig ist, wird unter Beizug eines Juristen abgeklärt.

Die Mitglieder des Vorstandes und die Revisoren wurden in globo im Amt bestätigt. Einzig Präsident Tim Haas, der schon vor Jahresfrist unmissverständlich seine Demission eingereicht hatte, schied definitiv aus.

Noch zwei Konzerte stehen an

Vom Vorstand in aktueller Zusammensetzung wird als letzter Effort das Neujahrskonzert 2017 organisiert. Vertraglich gesichert ist ein Zusammenwirken des «Hitzigen Appenzeller Chors» mit dem Hackbrett Jugendorchester Schweiz und dem Organisten Andreas Jud am 1. Januar um 17 Uhr. Im laufenden Jahr steht noch das Herbstkonzert an, das auf den 6. November fällt. Im Gedenken an den Gründungspräsidenten des KIK, Elmar Dörig, musizieren unter anderen Imelda Natter und Wolfgang Sieber auf der Orgel. Freudig erwartet wird zudem der Jugendchor Appenzell.

Seit seiner Gründung 1998 hat der KIK bis heute 56 Konzerte nach dem Grundrezept «Orgel plus» durchgeführt. Mitgliederbeiträge, freiwillige Kollekten und die Unterstützung grosszügiger Sponsoren haben es möglich gemacht, das Startkapital von einst praktisch unangetastet über die Jahre zu retten. (rr)

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