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Neues Kleid nach altem Vorbild

Die Judas-Thaddäus-Kapelle im Bildstöckli wird saniert. Danach sieht sie wieder so aus, wie die Baumeister es Ende des 19. Jahrhunderts vorgesehen hatten.
Links von der Judas-Thaddäus-Kapelle steht eine junge Linde. Sie dient als Ersatz für eine altersschwache Linde. (Bild: Monika von der Linden)

Links von der Judas-Thaddäus-Kapelle steht eine junge Linde. Sie dient als Ersatz für eine altersschwache Linde. (Bild: Monika von der Linden)

Das Baudatum der Judas-Thaddäus-Kapelle kennt Hanspeter Gschwend nicht genau. Der Bauchef der Katholischen Kirchgemeinde Montlingen-Eichenwies weiss aber, dass das Gebetshäuschen im Bildstöckli Ende des 19. Jahrhunderts errichtet wurde. Erstmals Erwähnung fand es im Jahr 1890. Die Kapelle könne noch älter sein, sagt Hanspeter Gschwend. Belege habe er nicht.

In den 1970er-Jahren sanierte die Kirchgemeinde die Kapelle zum letzten Mal. Der damals gewählte Aussenputz und die Farbgebung waren zeitgemäss. Sie prägen das Erscheinungsbild bis heute. Die grossen Flächen sind beige, die Sockel und Dachbalken braun.

So hatten es sich die Baumeister vor etwa 130 Jahren nicht vorgestellt. Sie wählten Grau als Farbe. Das stellte die Denkmalpflege fest, als sie sich mit der geplanten Sanierung der Kapelle befasste.

Noch im Frühling dieses Jahres stand eine grosse Linde links neben der Kapelle. Sie war krank. Die Kirchgemeinde liess sie aus Sicherheitsgründen fällen und durch eine junge Linde ersetzen. Sie wächst bereits. Ebenfalls stellte der Verwaltungsrat fest, dass der Putz der Kapelle Frostschäden aufweist. Er ist gerissen und muss abgetragen werden.

Mineralischer Putz wie vor 130 Jahren

«Wir setzen die Kapelle in ihren Urzustand zurück», sagt Vizepräsident Hanspeter Gschwend. Zeitgerecht wie vor rund einem Jahrhundert wird ein mineralischer Putz von Grund auf aufgetragen und in grauem Ton gestrichen. Auch er Dachvorsprung wird grau gestrichen – wie früher mit Ölfarbe. Ebenfalls in Absprache mit der Denkmalpflege ersetzt man die Spenglerdetails aus Blech durch jene aus Kupfer.

Damit die Judas-Thaddäus-Kapelle und ihre Umgebung künftig ein einheitliches Farbbild abgeben, tauscht die Kirchgemeinde die vom Forst beschädigten Gartenplatten durch Granitplatten aus. «Wir haben einen rustikalen Granitboden ausgewählt. Das sieht schön aus», sagt Hanspeter Gschwend.

Der Bauchef vermutet, dass an der Tür und den Fenstern unter dem Putz Sandsteinverkleidungen liegen. Ob dem so ist und in welchem Zustand sie dann sind, zeigt sich erst, wenn der Putz abgetragen wird. «Sollte der Sandstein auch restaurierbar sein, legen wir ihn frei.»

Die Baubewilligung zur Sanierung der Judas-Thaddäus-Kapelle hat die Gemeinde Oberriet bereits erteilt. Arbeitsbeginn ist nach den Sommerferien, die Arbeiten sollen bis September dauern. Budgetiert hat die Kirchgemeinde 40 000 Franken.

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