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Neues Arbeitsgesetz mit ersten Erfolgen

Die seit diesem Sommer geltende Stellenmeldepflicht startet auch im Rheintal stark. Das Reglement ist eine Folge der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative.
Chris Eggenberger
Roland Schleith, Leiter des RAV in Heerbrugg, sagt, die Stellenmeldepflicht soll keine Pflicht sein, sondern eine hilfreiche Dienstleistung. (Bild: Archiv/Gert Bruderer (11. 1. 2018))

Roland Schleith, Leiter des RAV in Heerbrugg, sagt, die Stellenmeldepflicht soll keine Pflicht sein, sondern eine hilfreiche Dienstleistung. (Bild: Archiv/Gert Bruderer (11. 1. 2018))

Für Berufe, bei denen die Arbeitslosenquote höher als acht Prozent ist, gilt für Arbeitgeber seit Anfang Juli die Pflicht, offene Stellen den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) zu melden. Das zuständige RAV sucht geeignete Arbeitssuchende heraus und sendet deren Unterlagen dem Stellenausschreibenden zu. Falls dem Arbeitgeber ein Kandidat gefällt, kann er diesen dem normalen Einstellungsprozess unterziehen.

Ausserdem können sowohl die Arbeiter als auch die Unternehmer auf der neuen Website www.arbeit.swiss mögliche Kandidaten heraussuchen. Erst fünf Tage nach der Meldung der Stelle beim RAV darf diese dann auch öffentlich ausgeschrieben werden. Diese Bevorzugung von einheimischen Arbeitslosen soll die Vorstellungen der SVP-Initiative zur Masseneinwanderung aus dem Jahr 2014 erfüllen.

Im Rheintal auf Kurs

Die Zeit sei zwar noch zu kurz für konkrete Zahlen, doch man habe erste positive Erfahrungen sammeln dürfen, sagt Roland Schleith, Leiter des RAV in Heerbrugg. Im Rheintal übertreffe die Anzahl gemeldeter Stellen die Erwartungen deutlich.

«Die Stellenmeldepflicht soll keine Pflicht sein, sondern eine hilfreiche Dienstleistung für Ar­beitgeber und Arbeitnehmer», erklärt der langjährige Leiter der Arbeitsvermittlungsstelle. Zudem will man beim RAV den Aufwand für Arbeitgeber möglichst klein halten und offen informieren.

Nur so könne man die Kompromissbereitschaft der Arbeitgeber verbessern. Eine enge Beziehung zur Arbeitswelt im Rheintal sei für Schleith und seine Mitarbeiter zentral.

Meldungen sollen selbstverständlich werden

Anfang 2020 wird die Quote für zu meldende Stellen von acht auf fünf Prozent heruntergesetzt. Schleith erklärt, bis dann sollten sich die Prozesse zwischen RAV, Stellensuchenden und Arbeitgebern eingespielt haben. Zum Beispiel kann man sich als Firma die Recherchearbeit sparen, indem man ganz einfach alle freien Stellen der Arbeitsvermittlung meldet. «Für uns ist unter anderem die Digitalisierung des Prozes­- ses eine Herausforderung», sagt Schleith. Eine Erweiterung seines Teams sei für ihn aber noch kein Thema.

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