Neues Abwasser-Gebührenmodell

Das neue Abwasserreglement ist verursachergerechter als das alte. So gibt es zum Beispiel Ermässigung, wenn Dachwasser auf dem Grundstück versickert.

Drucken
Teilen

Eichberg. Wie angekündigt wurden im Dezember Proberechnungen für die Abwassergebühren 2011 versandt. Da es sich um eine Proberechnung handelt, lag kein Einzahlungsschein bei. Die eigentliche Rechnungsstellung wird voraussichtlich erst im Verlauf des Herbstes erfolgen.

Dreistufiges Modell

Während sich bisher die Gebühr zur Finanzierung der Betriebskosten der öffentlichen Abwasserreinigungsanlagen einzig auf den Frischwasserverbrauch abgestützt hat, sieht das neue Abwasserreglement eine differenziertere und damit verursachergerechtere Lösung vor. Neu ist, dass die Schmutzwassergebühren nach einem dreistufigen Modell berechnet werden, welches sich zusammensetzt aus Grundgebühr, Entwässerungsgebühr und Schmutzwassergebühr. Die Gesamteinnahmen bleiben gleich wie nach dem alten System.

Die Schmutzwassergebühr, die sich nach dem Frischwasserverbrauch bemisst, kann neu um 60 Rappen reduziert werden. Sie bildet mit etwa 60% der Gesamteinnahmen weiterhin die wichtigste Finanzierungsquelle. Für Grundstücke, die Abwasser in die Kanalisation einleiten, fällt eine Grundgebühr von derzeit 40 Franken an. Diese Einnahmen machen etwa 15% der Einnahmen aus.

Die Entwässerungsgebühren machen etwa 25% der jährlichen Gebühren aus. Sie bemisst sich nach der Grundstückfläche, die zonenspezifisch gewichtet wird, das heisst in der Wohnzone dreigeschossig liegt die Gewichtung bedingt durch die höhere Ausnützung höher als in der Wohnzone zweigeschossig. Es wurde eine maximale Grundstücksfläche von 1500 m2 festgelegt.

Günstiger, wenn Wasser versickert

Wird ein erheblicher Teil des Meteorwassers nicht in die öffentliche Kanalisation (Meteorwasserleitung oder Strassenkanalisation) eingeleitet, wird die Entwässerungsgebühr reduziert. Dies ist etwa der Fall, wenn das Dachwasser versickert, wenn zum Beispiel eine Retentionsanlage besteht, bei der das Meteorwasser unterschiedlich abgeleitet wird (ein Teil vom Dach versickert, ein Teil wird abgeleitet). Eine Ermässigung kann auch gewährt werden, wenn ein sickerfähiger Vorplatz besteht, der mindestens ein Drittel der Gebäudegrundfläche ausmacht.

Bei Fragen auf Kanzlei melden

Die Grundeigentümer werden gebeten, sich bei Fragen auf der Gemeindekanzlei zu melden und gleichzeitig schriftlich aufzuzeichnen, wie die Entwässerung des Grundstückes erfolgt. Die Entwässerungsgebühr entfällt, wenn das Meteorwasser über eine private Ableitung mit entsprechenden Massnahmen in ein Fliessgewässer eingeleitet wird. Gleichzeitig sei darauf hingewiesen, dass neue Einleitungen in ein Fliessgewässer grundsätzlich bewilligungspflichtig sind. (gk)