Neuer Wagen ist riesiges Materialdepot

ST. MARGRETHEN. Die Feuerwehr St. Margrethen besitzt seit Samstag ein neues Rüstfahrzeug. Nach der Einweihungsfeier im Feuerwehrdepot rollte das Fahrzeug nicht nur auf den Platz davor, sondern gleich zum ersten Einsatz: Auf der Rheinstrasse führte die Feuerwehr eine Übung durch.

Gert Bruderer
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In den letzten Jahren hat die Feuerwehr einiges erneuert. Nach der Anschaffung eines neuen Tanklöschfahrzeugs im Jahr 2009 folgte 2010 ein Mannschaftstransporter, und nun wurde das Rüstfahrzeug aus dem Jahr 1991 ersetzt. «Neue Fahrzeuge sind verlässlicher», sagte Gemeindepräsident Reto Friedauer bei der Einweihungsfeier am Samstag, und das sei natürlich wichtig. Schliesslich habe die Reaktionszeit einer Feuerwehr möglichst kurz zu sein und die Sicherheit möglichst hoch. Für die Feuerwehr sei zeitgemässes Material eine zusätzliche Motivation. Die knappe halbe Million Franken, die der neue Rüstwagen gekostet hat und der zu einem Drittel subventioniert wird, ist also gut investiert. Das alte Fahrzeug zu revidieren, kam nicht in Frage. Die angenommene Lebensdauer von 20 Jahren war bereits überschritten, und die nötige Revision hätte 60 000 bis 80 000 Franken gekostet.

Anforderungen sind gestiegen

Feuerwehrkommandant Markus Ladner sagte, die hohen Kosten für Änderungen und Umbauten am Fahrzeug seien nicht der einzige Grund für die Anschaffung des neuen Wagens. Eine Rolle spiele auch, dass die Anforderungen an ein solches Fahrzeug sich in den letzten zwei Jahrzehnten gewandelt hätten. Das neue Rüstfahrzeug entspreche dem heutigen Standard gemäss den kantonalen Vorgaben. Ladner erwähnte den Aufbau mit Hebebühne, das verfügbare Rollmodul für die Strassenrettung, die Wasser- und Ölwehr sowie die künftige Möglichkeit zu flexiblerem, effizienterem Einsatz.

Mit Innovationen bestückt

Überhaupt ist das neue Fahrzeug ein «riesiges Materialdepot». Es enthalte viel zeitgemässes Material, das bei technischen Einsätzen oder zur Bewältigung von Unwetterschäden gebraucht werde. Der Rüstwagen sei bestückt mit Innovationen der Firma Brändle, zum Beispiel dem platzsparenden Dachroboter für die Beleuchtung oder den vielen Einbau-Variationen. In der Beschaffungskommission hatten Vizekommandant Patric Vetsch und Materialwart Pascal Zani mitgewirkt. Das Einweihungsfest hat ein OK unter der Leitung von Michael Wild vorbereitet. Natürlich gehörte die Segnung des Fahrzeugs dazu. Schwester Marianne Rössle und der evangelische Pfarrer Sven Hopisch gestalteten gemeinsam die Segnungsfeier. Anschliessend fand bereits die erste Übung mit dem neuen Fahrzeug statt. Unter der Übungsleitung von Ivan Romor und der Einsatzleitung von Patric Vetsch ging es darum, nach einem simulierten Verkehrsunfall richtig vorzugehen und das neue verfügbare Material für die Strassenrettung bestmöglich zu nutzen.

Auf der Rheinstrasse hat die Feuerwehr St. Margrethen bereits mit dem neuen Rüstfahrzeug geübt. Weil es gut mit Strassenrettungsmaterial bestückt ist, lag dem Einsatz ein simulierter Verkehrsunfall zugrunde. (Bilder: Gert Bruderer)

Auf der Rheinstrasse hat die Feuerwehr St. Margrethen bereits mit dem neuen Rüstfahrzeug geübt. Weil es gut mit Strassenrettungsmaterial bestückt ist, lag dem Einsatz ein simulierter Verkehrsunfall zugrunde. (Bilder: Gert Bruderer)

Die Musikgesellschaft gestaltete die Einweihungsfeier mit.

Die Musikgesellschaft gestaltete die Einweihungsfeier mit.

Schwester Marianne Rössle segnete die Feuerwehrleute.

Schwester Marianne Rössle segnete die Feuerwehrleute.

Das neue Rüstfahrzeug, bereits am ersten Tag im (Übungs-)Einsatz.

Das neue Rüstfahrzeug, bereits am ersten Tag im (Übungs-)Einsatz.

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