Neuer Treffpunkt: Auer Dorfplatz

AU. Der Auer Dorfplatz steht demnächst wieder im Zentrum des Interesses. Diesmal aber nicht wegen seiner Umgestaltung oder eines Tiefgaragen-Baus, sagt Monika Sieber, Präsidentin des Einwohnervereins.

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Ein einfacher Treffpunkt auf dem Dorfplatz: Monika Sieber vom Einwohnerverein organisiert. (Bild: Seraina Hess)

Ein einfacher Treffpunkt auf dem Dorfplatz: Monika Sieber vom Einwohnerverein organisiert. (Bild: Seraina Hess)

Frau Sieber, welche Bedeutung hat der Dorfplatz für die Auer Bürgerinnen und Bürger?

Monika Sieber: Er ist Identifikationsort der Bevölkerung, der Treffpunkt schlechthin. Egal, um was für einen Anlass es sich handelt: Der Dorfplatz bietet Platz für den Adventsmarkt, die Kilbi, ein Musik-Fest. Er ist aber auch ein zentral gelegener Besammlungsort, beispielsweise für ein Schul-Skilager.

Obwohl es sich um einen Identifikationsort des Dorfes handelt, konnte man sich lange nicht auf einen Namen einigen.

Sieber: Das stimmt so nicht, diese Angelegenheit war schnell geregelt. 2005 stand die Namensgebung des Platzes zur Debatte, wobei man sich schon ein paar Monate später zum 200-Jahr-Jubiläum von Au-Heerbrugg auf den Namen Dorfplatz geeinigt hat.

Und weshalb heisst der Dorfplatz nun Dorfplatz?

Sieber: Die Alternative wäre der Name Kirchplatz gewesen. Da der Boden aber nicht der Kirche, sondern der Gemeinde gehört, war bald klar, dass man ihn Dorfplatz nennen wird.

Der Einwohnerverein plant nun einen neuen Anlass auf dem Dorfplatz. Ist das eine Art verspätete Einweihung?

Sieber: Nein, eine Einweihung ist nicht mehr nötig: Der Dorfplatz wird schon gelebt. Unser Anlass namens IGLU ist ein geselliger Dorf-Treffpunkt, der die Präsenz des Einwohnervereins zeigen soll.

Was hat der Treffpunkt denn mit der Behausung der Inuit zu tun?

Sieber: Nichts. Es sind die Anfangsbuchstaben der Begriffe Information, Gespräche, Leute und Unterhaltung, die die Veranstaltung zusammenfassen.

Bitte erzählen Sie mehr vom Anlass.

Sieber: Der Einwohnerverein organisiert auf dem Dorfplatz dreimal im Jahr einen Treffpunkt für die Bevölkerung. Ganz unkompliziert, mit einer einfachen Festwirtschaft. Es wird jeweils mindestens ein Behördenmitglied anwesend sein; von der Gemeinde, der Schule, der Kirche oder der Ortsgemeinde.

Also wird dort politisiert?

Sieber: Nein, das nicht. Es ermöglicht aber eine niederschwellige Begegnung mit der Verwaltung. Ideen oder Wünsche können angebracht werden – oder man trinkt einfach gemeinsam ein Feierabendbier. Was wir nicht wollen, ist Werbung von Parteien.

Vereine sind aber willkommen?

Sieber: Auf jeden Fall. IGLU wäre eine gute Plattform für eine kleine Darbietung eines Vereins. Ein solches Angebot nehmen wir gerne entgegen.

Interview: Seraina Hess

IGLU findet am 18. April, am 27. Juni und am 19. September auf dem Auer Dorfplatz statt.

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