Neuer Mix bewährte sich

Der SVKT Oberegg schaffte es mit zwei Teams in die 1. Liga und mischte dann die Teams neu. Der Mut zur Neuausrichtung lohnte sich und eine Mannschaft qualifizierte sich für die SM-Vorrunde.

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Das neu gemixte Team schaffte auf Anhieb die SM-Vorrundenquali. (Bild: pd)

Das neu gemixte Team schaffte auf Anhieb die SM-Vorrundenquali. (Bild: pd)

NETZBALL. In der letztjährigen Saison spielte eine Netzballmannschaft in der 1. Liga, die andere in der 2. Liga. Als sich die 2. Mannschaft für die 1. Liga Auf-/Abstiegsrunde qualifizierte und diese auch noch gewann, war die Freude gross. Diese Freude wich aber bald einer gehörigen Portion Skepsis. Konnte man mit zwei Mannschaften in der 1. Liga bestehen? Waren doch vier sehr junge Spielerinnen dabei und man hatte Angst, dass sie bei zu vielen Niederlagen die Spielfreude verlieren.

Teams funktionierten sofort

Anfangs Saison mischten die Verantwortlichen des Netzballs die Mannschaften neu. Das Rezept: Man nehme die vier Jungspunde und gebe ihnen eine erfahrene, ruhige Netzballerin dazu. Schon in der Vorrunde zeigte sich, dass sich der Mut zur Neuausrichtung lohnte. Fuhr man doch einen Sieg gegen die eigene Mannschaft ein und reihte sich mit einem halben Punkt Vorsprung knapp vor dieser ein. Anfangs März nahmen dann drei Mannschaften am Netzball-Turnier in Disentis teil. Auch in der Turnhalle zeigte sich, dass Sport eine gute Lebensschule ist.

Lehrgeld bezahlt

Gegen erfahrene Mannschaften, Schweizer Meisterschafts-Teilnehmerinnen, musste die eine oder andere Niederlage verdaut werden – ein schwacher Trost, wenn diese knapp ausfielen. Aber es zeigte sich auch, dass die Leiterinnen den Jungen vieles beigebracht hatten. Im Sport wird der Sieg nicht nur mit Kondition oder Technik erreicht, sondern Ruhe und mentale Stärke sind ebenso wichtig. Kürzlich hiess es dann an der Schlussrunde der Wintermeisterschaft das Gelernte umzusetzen und anzuwenden. Mit drei Mannschaften reisten die Netzballerinnen nach Oberriet, wo eine Steigerung gelang. Grosse Freude herrschte, da sich die erste Mannschaft mit den Jungen in ihrer ersten Saison in der höchsten Liga für die Schweizer Meisterschafts-Vorrunde qualifizierte. Diese findet am 23. April in Brig statt. Nun wird das Leiterteam von neuem gefordert, auch was die Organisation von Anreise und Unterkunft betrifft. Natürlich lassen sich die Rangierungen der anderen zwei Mannschaften auch sehen. Oberegg 2 belegt hinter Oberegg 1 den 6. Schlussrang in der 1. Liga. Und Oberegg 3 schrammte in der 3. Liga mit Rang vier haarscharf am Podest vorbei. (sib)

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