Berneck
Der neue Hauptaktionär bei Stegeler in Berneck kommt aus dem Thurgau

Der Thurgauer Bio-Winzer Lenz übernimmt die Mehrheit des Bernecker Weinguts.

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Von links: Roland Lenz, Biowinzer Iselisberg, Jakob Federer-Aepli, Mitgründer und Verwaltungsratspräsident, Urs Baumgartner und Martin Bischoff, Verwaltungsratsmitglieder, Elisabeth Federer Heule, Mitgründerin, Verwaltungsrätin und Geschäftsleitung.

Von links: Roland Lenz, Biowinzer Iselisberg, Jakob Federer-Aepli, Mitgründer und Verwaltungsratspräsident, Urs Baumgartner und Martin Bischoff, Verwaltungsratsmitglieder, Elisabeth Federer Heule, Mitgründerin, Verwaltungsrätin und Geschäftsleitung.

Auf Anfang 2022 gibt es eine Änderung im Besitzverhältnis des Weinguts Stegeler AG. Mit den Biowinzern Roland und Karin Lenz aus dem thurgauischen Uesslingen bekommen die Stegeler Weine einen neuen Hauptaktionär. Jakob Federer und seine Schwester Elisabeth Heule Federer verkaufen nach 15 Jahren ihre Aktienmehrheit an die landesweit bekannten Weinbauern vom Iselisberg. Die Stegeler Weingärten sollen nach Angaben von Roland Lenz ab nächstem Jahr auf die biodynamische Arbeitsweise umgestellt werden, so dass ab 2026 die Stegeler Weine das Demeter-Label nutzen dürfen.

2021 mit seinen starken Niederschlägen und teilweise tiefen Temperaturen war für die Schweizer Weinbauern ein schwieriges Jahr. Umso mehr bewährten sich in diesem garstigen Umfeld die pilzwiderstandsfähigen Traubensorten (Piwi), die vor allem in der Deutschschweiz immer zahlreicher angepflanzt werden. Im Bernecker «Stegeler», dem Weingut von Jakob Federer und seiner Schwester Elisabeth Federer Heule, sind rund die Hälfte der zwei Hektaren grossen Rebfläche mit Piwi-Trauben der Sorten Cabernet Cortis, Cabernet Jura und Johanniter bestockt. Bei internationalen Weindegustationen heimsen Stegelers Piwi-Weine regelmässig Auszeichnungen ein. Auch am diesjährigen Piwi Wein Award von Anfang November, an dem Weinproduzenten aus 16 europäischen Ländern in Deutschland ihre besten Piwi-Weine präsentierten, war dies erneut der Fall: Sowohl mit dem im Holzfass ausgebauten reinsortigen Cabernet Jura (94 von 100 Punkten) wie mit dem «Terzett» (92 Punkte), einer Assemblage von Cabernet Jura, Merlot und Cabernet Cortis, holten sie mit Gold die zweithöchste Auszeichnung. (pd/mr)