Neuer «Bützel» in drei Etappen

BUECHEN. Die Gemeinde Thal will die Sportanlagen Bützel neu gestalten. In der ersten Etappe sind unter anderem ein Allwetterplatz und ein Bühnenanbau geplant. Seit gestern läuft die Referendumsfrist für den Projektierungskredit.

Lea Müller
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Allwetterplatz: Gemeinderatsschreiber Christoph Giger zeigt, wo ein neues Kunstrasenspielfeld auf den Sportanlagen Bützel entstehen soll. (Bild: Lea Müller)

Allwetterplatz: Gemeinderatsschreiber Christoph Giger zeigt, wo ein neues Kunstrasenspielfeld auf den Sportanlagen Bützel entstehen soll. (Bild: Lea Müller)

Die Sportanlagen Bützel in Buechen sind in die Jahre gekommen. Da und dort nagt der Zahn der Zeit – in den nächsten fünf bis zehn Jahren wird laut Gemeindepräsident Robert Raths die eine oder andere Einrichtung sanierungsbedürftig. Durch die grosse Anzahl Vereine seien die Sportanlagen ausserdem oft überbelegt. Um andere Anlagen in der Gemeinde zu entlasten, sei eine Neugestaltung im Bützel notwendig. Der Gemeinderat brachte deshalb alle Vereine an einen Tisch und sammelte ihre Anliegen und Wünsche. Danach beauftragte er das Büro Engeler Freiraumplanung in Wil mit der Ausarbeitung einer Machbarkeitsstudie.

Trainieren auf Kunstrasen

Die nun vorliegende Machbarkeitsstudie sieht eine längerfristige Sanierung und Erweiterung der Sportanlagen in drei Etappen vor. Die erste Etappe beinhaltet vier wesentliche Veränderungen. Am augenfälligsten ist die Veränderung auf der Spielwiese im Süden der Sportanlagen. Dort soll für Fussballerinnen und Fussballer ein Allwetterplatz entstehen. «Das ist schon lange ein grosses Anliegen des Fussballclubs», sagt Gemeinderatsschreiber Christoph Giger. Insgesamt zähle der FC Staad rund 30 Mannschaften, die auf dem Bützel spielen und trainieren würden. Da gebe es oft Engpässe im Trainingsplan und Übernutzungen der Spielfelder. In der Machbarkeitsstudie ist denn auch nachzulesen, dass die durchschnittliche wöchentliche Nutzungsdauer des Hauptplatzes mit 28,5 Stunden weit über den vorgesehenen 15 Stunden liege.

Kommt dazu, dass Rasenspielfelder bei Regen und im Winter nur beschränkt genutzt werden können. Ein Kunstrasenspielfeld werde durch die Witterung kaum eingeschränkt und sei fast das ganze Jahr über nutzbar, heisst es weiter in der Studie. Ein Allwetterplatz würde zudem die Auslastung der Turnhallen verringern.

Im November 2007 hatte das Thaler Stimmvolk bereits über einen Allwetterplatz in Buechen entschieden und diesen knapp abgelehnt. Damals waren die Pläne aber weit weniger umfassend, sagt Christoph Giger: «Die neuen Pläne berücksichtigen die Anliegen verschiedener Vereine.»

Bühne, Finnenbahn, Bützelbach

Schon länger bestehe bei den Vereinen im Dorf der Wunsch nach einer grossen Bühne für Veranstaltungen. In der ersten Sanierungsetappe der Sportanlagen Bützel ist denn auch ein Bühnenanbau geplant. Er soll auf der Ostseite der heutigen Doppelturnhalle angebaut werden.

Eine dritte Veränderung betrifft die heutige Finnenbahn. Das neue 100 Meter lange und 64 Meter breite Kunstrasenspielfeld ist grösser als die Fläche der heutigen Spielwiese. Darum werde die Finnenbahn verlegt und verlängert. Dafür braucht es einen Landabtausch mit der Gärtnerei. Gleichzeitig müsse der Bützelgraben mit Bach leicht verschoben werden. Als vierte Veränderung in der ersten Etappe wird der erste Abschnitt des Bachufers erweitert und renaturiert.

Die zweite und dritte Etappe sehen unter anderem ein neues Clubhaus und Restaurant sowie neue Parkplätze vor. «Der Zeithorizont beträgt aber etwa fünf bis zehn Jahre», sagt Christoph Giger.

Abstimmen im Frühjahr 2013

Jetzt will der Thaler Gemeinderat die erste Etappe in Angriff nehmen. Er rechnet dafür mit Kosten von weniger als vier Millionen Franken. Laut Gemeinderatsschreiber Christoph Giger kann mit der Detailplanung begonnen werden. Der Projektierungskredit von 110 000 Franken untersteht nun dem fakultativen Referendum. Die Frist beginnt heute und endet am 24. Oktober. Ziel ist es, dass die Bürgerschaft im Frühling 2013 über die erste Etappe abstimmen kann.

d:\b\pdf354.n_.pdf (Bild: Michelic&&Partner Software GmbH)

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