Neue Vorstellungen umsetzen

Die evangelische Kirche sucht Mitglieder für die Kirchenvorsteherschaft. Gleichzeitig passt sie die Mindestbesetzung des Vorstandes an. Neu beginnt der Sonntagsgottesdienst wieder um 9.30 Uhr.

Janine Hürlimann
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Die Kirchenvorsteherschaft der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde verteilt die Arbeit auf weniger Personen. (Bild: Janine Hürlimann)

Die Kirchenvorsteherschaft der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde verteilt die Arbeit auf weniger Personen. (Bild: Janine Hürlimann)

RHEINECK. Am Sonntagmorgen hiessen 57 Kirchbürgerinnen und Kirchbürger der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde die Rechnung 2012 mit einem Aufwandüberschuss von 37 094 Franken und das Budget 2013 mit einem vorgesehenen Aufwandüberschuss von 49 850 Franken gut. Zur Abstimmung kamen zudem der Beginn des Gottesdienstes und die vorgeschriebene Mitgliederzahl der Kirchenvorsteherschaft. Effizient durch die Traktanden führte Kirchenratspräsident Felix Schumacher.

Mitwirkende gesucht

«Da die Kassierin ihr Amt aus privaten Gründen niederlegen möchte, sucht die evangelische Kirchgemeinde eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger», informierte Präsident Schumacher. Leider seien zwei Anfragen bereits negativ verlaufen, eine dritte sei noch offen. Letztes Jahr suchte man drei Personen für den Kirchenvorstand und eine Pfarrperson. «Allein der Gedanke, dass die Suche auf die neue Amtsperiode wieder beginnen könnte, erweckt bei mir nicht nur positive Gefühle», meinte Schumacher.

Sechs erledigen die Arbeit

Die Unterbesetzung im Vorstand gebe auch Anlass, dies in der Kirchgemeindeordnung den Empfehlungen der Kantonalkirche anpassen zu lassen. Einstimmig hiessen die Kirchbürgerinnen und Kirchbürger den Entschluss der Vorsteher gut, die Anzahl der Vorstandsmitglieder anzupassen.

Neu sollen der Präsident, der Pfarrer natürlich von Amtes wegen und vier Mitglieder die gesamte Kirchenarbeit bewältigen. Bisweilen waren es acht Mitglieder, die ein gefülltes Pensum zu bewältigen hatten.

Den Beginn verschieben

Knapp angenommen wurde zudem, den Gottesdienstbeginn von zehn Uhr wieder auf 9.30 Uhr zu verschieben. «Im Vorstand sind wir auf keinen gemeinsamen Nenner gekommen, was ideal ist», erklärte der Kirchenratspräsident. Anfang 2012 war der Beginn bereits auf 9.30 Uhr festgelegt worden. Aus verschiedenen Gründen wurde dies auf zehn Uhr verschoben und so beibehalten. Anfragen haben gezeigt, dass der Wunsch nach einem früheren Gottesdienstbeginn besteht. Für Anregungen oder Ideen ist die Kirche weiterhin offen und entwickelte entsprechend neue Instrumente. Ab sofort wird in der Kirche ein aus Holz geschnitzter Briefkasten mit entsprechenden Karten vorzufinden sein. «Wir sind froh, wenn Sie uns Ihre Anregungen damit bekannt geben», erklärte Schumacher. Denn als Person mitten im Geschehen sehe man einiges einfach nicht direkt. Auch der neue Pfarrer Samuel Herter sagte der Bürgerschaft: «Wir müssen bereit sein, gemeinsam neue Wege zu gehen, neue Ideen und Vorstellungen zu haben.»

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